26 Milliarden Euro im Jahr: „Wir haben kein Geld mehr, sind aber Entwicklungshilfe-Weltmeister“
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Deutschland ist Entwicklungshilfe-Weltmeister, zahlt mehr Entwicklungshilfe ins Ausland als jedes andere Land auf dieser Erde. 26 Milliarden Euro zahlen wir jährlich in die Welt. Die absurden Projekte, die im Ausland mit deutschem Steuergeld finanziert werden, waren am Dienstagmorgen Thema bei NIUS Live.
So finanziert Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) beispielsweise Projekte wie die Beschäftigungsförderung von Frauen für die grüne Transformation in Afrika oder Solarberatung für Marokko. Auch Komposthaufen in Togo finden Berücksichtigung. NIUS-Reporter Julius Böhm kommentierte das mit den Worten: „Wir haben es geschafft: Wir haben zwar kein eigenes Geld mehr, in allen Kassen fehlt das Geld, im Steuertopf, in der Rentenkasse, Krankenkasse, Pflegekasse und auch sonst überall, aber: Weltmeister samma.“
„Unser eigener Wohlstand schrumpft“
Wolfgang Herles ist der Ansicht, es gebe durchaus Bereiche wie Armut und großes Leid in Krisengebieten, in denen eine Unterstützung sinnvoll sei. „Mit der systematischen Entwicklungshilfe, wo man dann allen möglichen Quatsch finanziert, nur weil es ins Weltbild passt“, müsse allerdings „Schluss sein, solange der eigene Wohlstand schrumpft“.
Moderator und NIUS-Reporter Alexander Kissler veranschaulicht die Absurdität der Zahlungen mit einem Beispiel: „Das ist, als würde Deutschland jedem Menschen auf der Welt 3,24 Euro in die Hand drücken.“
„Deutschland ist selbst ein Entwicklungshilfeland geworden“
Herles hält die Diskussion insgesamt für „grotesk“. „Hier hat man etwas, wo man einen gehörigen Haushaltsspielraum mal nutzen könnte.“ Herles weiter: „Deutschland ist ja selbst ein Entwicklungshilfeland geworden. In vielerlei Hinsicht. Nehmen wir unser Bildungssystem oder unsere Energiepolitik. Da sind wir ein Entwicklungsland geworden.“ Es gebe Untersuchungen, dass die Zahlungen der vergangenen Jahrzehnte nicht das bewirkt hätten, was man verfolgt habe, „nämlich Entwicklung etwa der afrikanischen Länder“.
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