„Sollte hier bei uns irgendwer zu Schaden kommen, mache ich Daniel Günther höchstpersönlich dafür verantwortlich!“
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Die NIUS-Redaktion wird von der Antifa offen bedroht. Den Weg dafür bereitete Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, indem er freie Medien zu „Feinden der Demokratie“ erklärte, die man bekämpfen müsse. Bei NIUS Live sprachen Pauline Voss, Julian Reichelt, Alexander Kissler und Waldemar Hartmann am Montagmorgen über die Eskalationsspirale, die zur aktuellen Situation führte, und die Gefahr, der NIUS-Journalisten nun ausgesetzt sind.
Die stellvertretende Chefredakteurin Pauline Voss warnt vor der Gefahr, die das Vorgehen der Antifa für die Meinungsfreiheit in Deutschland bedeutet: „Am Ende wissen alle, wenn sie bestimmte Positionen vertreten, ist ihre körperliche Unversehrtheit nicht mehr sicher. Und das ist ein tiefer Mechanismus, ein Mechanismus, der tief in die Gesellschaft hineinwirkt. Und da sehen wir eben, dass wir von einer freien Gesellschaft sehr weit entfernt sind und uns immer mehr zu einer Gesellschaft entwickeln, in der man bei der falschen Position mit körperlichen Angriffen rechnen muss.“
Moderator Alexander Kissler fragt: „Hat der Aufruf von Daniel Günther damals bei Markus Lanz, gegen Medien wie NIUS vorzugehen, genau diese Eskalation mit ausgelöst?“ Zur Erinnerung: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte Medien wie NIUS damals zu „Feinden der Demokratie“ erklärt.
„Daniel Günther hat freie Journalisten in Gefahr gebracht“
NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt fasst zusammen: „Daniel Günther hat im Amt als CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Journalisten, freie Journalisten, die ihm nicht gefallen mögen – das ist das Wesen von Demokratie und Pressefreiheit – in höchste Gefahr gebracht, einer Bedrohung ausgesetzt. Ich will nicht so weit gehen, zu sagen in Lebensgefahr gebracht. Aber wenn wir uns die Methoden der Antifa anschauen – Steinwürfe, Hammer, Angriffe, Brandanschläge –, dann muss man sich vielleicht doch an diesen Gedanken ‚in Lebensgefahr‘ gewöhnen.“
Reichelt wird noch deutlicher: „Sollte hier bei uns irgendwas oder irgendwer zu Schaden kommen, mache ich Daniel Günther höchstpersönlich dafür verantwortlich.“
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Der NIUS-Chef weiter: „Man müsste schon geschichtstaub sein, um bei diesen Worten von Daniel Günther – Aufwachen! Feinde zusammenschließen! Wehren! Deutsche, wacht auf und wehrt euch gegen die Feinde der Demokratie, namentlich Medien, die uns nicht passen – man müsste schon geschichtstaub sein, um bei diesen Worten nicht an die deutschen Diktaturen zu denken.“
Um das Ganze noch mal ein bisschen zu garnieren, so Reichelt, „hat dann seine Freundin aus Schleswig-Holstein, Karin Prien, die diesen ganzen Antifa-Horror aus ihrem Ministerium heraus finanziert, einen draufgesetzt. Für alle, die gesagt haben: ‚Na, ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich da an die deutschen Diktaturen denken möchte‘, hat sie dann noch das Wort ‚Zersetzung‘ ins Spiel gebracht.“
Massivste Anfeindungen aus dem Milieu der militanten Antifa
Diese Aufrufe, so Reichelt, tragen nun Früchte: „Wir haben es in den letzten Wochen mit massivsten Anfeindungen aus dem Milieu der militanten Antifa zu tun. Letzte Woche standen auf einmal drei großartige Polizeibeamte bei uns hier in der Tür. Das habe ich in zehn, 15 Jahren, in denen ich es als Journalist mit linken Anfeindungen und Bedrohungen zu tun habe, noch nie erlebt, dass die Polizei von sich aus mit einer Streife vorbeikommt und sagt: Leute, was ist denn da bei euch los?“
Auf dem Flyer, der in Kreuzberg rund um unsere Bürogebäude verteilt wird, steht „kein Raum für rechte Hetze“ und man sieht eine Faust als Blitz, die das Logo zertrümmert. Reichelt: „Klarer kann man die Ankündigung von Gewalt und den Wunsch nach Gewalt und die Aufforderung zur Gewalt ja gar nicht machen.“
Für Reichelt ist die Botschaft glasklar: „Das bedeutet gewalttätige Konfrontation. Es bedeutet Angriff. Es bedeutet Krieg, es bedeutet Auslöschung.“ Daniel Günthers Worte seien ein „Aufruf zur Vernichtung von politischen Gegnern. Das ist das, was Daniel Günther getan hat.“
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