90-Seelen-Dorf wehrt sich gegen Unterkunft für 60 Flüchtlinge: „Dann hat man Angst – und lässt die Kinder leider drin“
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Die Ruhe in Michelbach in der Vulkaneifel ist einzigartig: Es gibt kein Geschäft, keine Kneipe, keine Schule, nicht einmal Handyempfang.
Die 90 Bewohner des Dörfchens lieben ihre Idylle. Und sie fürchten um sie, weil der Landkreis 60 Flüchtlinge dort unterbringen will. Ein leerstehendes Hotel, in dem früher Wanderer und Radfahrer unterkamen, will SPD-Landrätin Julia Gieseking zur sogenannten Gemeinschaftsunterkunft machen.
Heißt: nur eine Zwischenstation für die Asyl-Bewerber, kein Anreiz, die Sprache zu lernen oder sich in das Dorf zu integrieren. Es gibt große Sorgen, Ängste, Befürchtungen.

Michelbach wehrt sich gegen die Asyl-Unterkunft.
Eine junge Erzieherin sagt zu NIUS: „Ich mache mir Sorgen um unsere komplette Dorfkultur – bei uns ist noch ein Dorf, wo Kinder einfach auf die Straße gehen und eine Uhrzeit bekommen, um 18 Uhr wieder zu Hause zu sein. Jeder passt auf jeden auf und das ist ein Gut, das nicht verloren gehen darf.“ Wenn jedoch 60 fremde Menschen im Dorf seien, würde ein ungutes Gefühl entstehen. „Und dann hat man Angst. Und dann lässt man seine Kinder leider drin.“
NIUS war vor Ort und dokumentiert, wie sich eine Dorfgemeinschaft gegen die konkreten Folgen der deutschen Migrationspolitik wehrt. Sehen Sie sich hier unser NIUS Original „Ärger in der Eifel – 60 Flüchtlinge für ein 90 Seelen-Dorf“ an:
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