„Der Staat hat uns wie Dreck behandelt“: Ein Wirt erzählt, warum er seinen Impf-Pass fälschen ließ
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- Im NIUS Original „Wir haben gefälscht“ erzählen fünf Menschen, warum sie in der Corona-Zeit illegalerweise Impf-Zertifikate gekauft haben.
- Ein 53-jähriger Wirt erzählt, wie der Staat ihn in eine Rolle drängte, die er als einen „Verrat an sich selbst“ beschreibt.
- Noch heute stehen auf die Fälschung des Corona-Impfpasses hohe Strafen.
„Es war wirklich schrecklich“, erzählt ein Wirt in der NIUS Original-Reportage „Wir haben gefälscht“. In der Corona-Zeit erlebte der 53-Jährige, wie der Staat ihn in eine Rolle drängte, die er als einen Verrat an sich selbst beschreibt: Er musste den Impfstatus seiner Gäste kontrollieren – obwohl er selbst ein gefälschtes Zertifikat gekauft hatte. „Ich wollte nicht wissen, ob die Menschen geimpft sind“, sagt er. „Ich wollte das machen, was ich immer gemacht habe: Jeden willkommen heißen. Ich bin Gastgeber, ich bin kein Kontrolleur.“
Bereits zuvor hatte der Mann, der anonym bleiben möchte, da ihm noch heute strafrechtliche Konsequenzen drohen, Strafen wegen Missachtung von Corona-Maßnahmen erhalten. „Einmal musste ich 3000 Euro zahlen, weil zwei Menschen auf Essen zum Mitnehmen warteten – aber dummerweise nicht aus dem selben Haushalt waren. Und das, wo ich teilweise mit 50 Euro nach Hause gegangen bin. Dieser Staat hat uns wirklich wie Dreck behandelt.“
Er selbst habe den Weg in die Illegalität bereut, nachdem er es geschafft hatte, einen gekauften gelben Impf-Pass zu digitalisieren. „Ich habe mich im ersten Moment wahnsinnig gefreut, dass es geklappt hat. Aber dann kam etwas Bedrückendes. Weil ich mich selber verraten habe in den Moment. Weil ich nicht dazu stehe. Es kam eher ein Judas-Gefühl auf.“
Der Grund, warum erkeine Corona-Impfung wollte: Der 53-Jährige hatte Angst vor Nebenwirklungen durch den neuartigen Wirkstoff. Zudem hatte er im Vorfeld die Dokumentation „Profiteure der Angst“ auf Arte gesehen. „Mich hat stutzig gemacht, dass es die gleichen Akteure waren wie damals bei der Schweinegrippe.“ Besonders in Erinnerung sei ihm geblieben, dass der Impfstoffhersteller Pfizer eine der höchsten Strafzahlungen habe leisten müssen, die jemals im Gesundheitswesen gezahlt wurden. „Für mich waren diese ganzen Insititutionen einfach nicht vertrauenswürdig.“
In Zukunft, so erzählt der Wirt gegenüber NIUS, werde er etwas Vergleichbares nicht machen. „Ich würde nächstes Mal sagen: Ich bin dagegen und ich steh dazu.“
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