Windrad-Frust im Öttinger Forst: „Wir sind das Volk. Warum werden wir hier nicht gefragt?“
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Gegenwind für die Windmühlen-Pläne der Regierung!
„Der Wald bedeutet für mich Ruhe. Ich will, dass meine Kinder hier die gleichen Erlebnisse haben, die ich in meiner Kindheit und Jugend gehabt habe“, sagt Rainer Harböck und lässt von einer Anhöhe aus den Blick über das weite Gebiet des Öttinger Staatsforsts schweifen. Wenn es nach der bayrischen Landesregierung geht, ist dieser Blick bald Geschichte.

Die Mitglieder der Initiative „Gegenwind Altötting“ wollen den Bau des Projekts stoppen.
Ein Prestige-Projekt in windarmer Umgebung
Schon bald sollen hier Baufahrzeuge anrollen und den größten Windpark Süddeutschlands errichten. 40 Windkraftanlagen werden dann auf der Waldfläche zwischen Altötting und Burghausen in den Himmel ragen, um das Chemiedreieck der Region mit Ökostrom zu versorgen. Unternehmen wie Wacker-Chemie aus Burghausen produzieren hier – und bekommen einen grünen Anstrich.
„Es ist das Prestige-Projekt von Ministerpräsident Söder“, sagt Rainer Harböck, der sich in der Initiative „Gegenwind Altötting“ engagiert. „Ich finde es traurig, dass jemand, der noch vor ein paar Jahren Bäume umarmt hat, so ein Projekt im Wald zulässt. Außerdem bringen Windräder in unserer windarmen Region überhaupt nichts.“

40 Windkraftanlagen sollen schon bald knapp 290 Meter aus dem Öttinger Staatsforst herausragen.
Initiative will Bau stoppen
Die Mitglieder der Initiative wollen den Bau des Projekts stoppen, haben Bürgerbegehren initiiert, die die Politik zum Einlenken zwingen sollen. Obwohl die Planung und Realisierung des Projekts bereits an den französischen Ökostrom-Anbieter „QAir“ vergeben ist, glauben sie daran, noch etwas bewirken zu können. „Wir sind das Volk. Warum werden wir hier nicht gefragt? Es wird einfach über unsere Köpfe hinweg bestimmt“, bemängelt Harböck, der trotz der geringen Erfolgsaussichten zuversichtlich ist. „Wir werden diese Stahl-Beton-Riesen verhindern, davon bin ich überzeugt“.
Auch andere Mitglieder der Initiative bangen um das Fortbestehen der Flora und Fauna ihrer Heimatregion. „Wenn das wirklich so durchgesetzt wird, kann ich nicht mehr aus meinem Haus schauen, ohne mindestens 20 Windräder zu sehen“, erklärt ein junger Vater und fügt an: „Ich bin extra auf's Land gezogen, um meine Kinder in der Natur aufwachsen zu sehen.“
In der Dokumentation „Im Schatten der Windräder“ kommen Menschen zu Wort, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, sie berichten eindrücklich über die Schattenseiten der Energiewende.
Hier sehen Sie den ganzen Film:
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