Dokumentarfilmer Stephan Lamby: Wenn man aufhört, zu sprechen, kommt Gesellschaft an einen Endpunkt
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Seine Dokumentationen über die Berliner Politik gehören zum Besten, was das deutsche Fernsehen zu bieten hat. Gerade erst lief sein Film „Vertrauensfrage: Wer kann Deutschland regieren?“ über die Bildschirme.
Jetzt hat Stephan Lamby mit einem Buch („Dennoch sprechen wir miteinander“, C.H.Beck) nachgelegt und beschäftigt sich in einer sehr persönlichen Reportage mit dem Erstarken rechter Populisten in Argentinien, Amerika und Deutschland. Bei „Schuler! Fragen, was ist“ spricht Lamby darüber, warum er sich „auf die Reise gemacht hat, durch verschiedene Länder und Bevölkerungsschichten, um zu verstehen, was die Menschen treibt.“
Das ganze Interview sehen Sie hier:
Anlass ist ein Familientreffen, bei dem Lamby mit seinem amerikanischen Cousin Martin ins Gespräch kommt, der ein glühender Trump-Anhänger ist. In Argentinien, der Heimat seiner Frau, trifft er Freunde und Feinde von Präsident Milei und verfolgt in Halle den Prozess gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke.

Stephan Lamby im Gespräch mit Ralf Schuler
Obwohl er in all diesen Bewegungen einen neuen „Faschismus“ heraufziehen sieht, will Lamby wissen, was die Menschen treibt, die ihnen folgen. Sein Grundsatz: „Ich glaube, wenn man aufhört, miteinander zu sprechen, dann kommt Gesellschaft an einen Endpunkt. Davor würde ich warnen. Aber ich warne auch vor den Gefahren des Faschismus, und so weit sind wir davon nicht entfernt. Wenn eine Partei wie die AfD Menschen in ihren Reihen duldet und sogar duldet, dass die im Bundestag sitzen als einfache Abgeordnete, die den Nationalsozialismus verharmlosen, wird es gefährlich.“
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