Michael Kyrath verlor sein Kind durch Messer-Terror: „Das Leben meiner Tochter war 1.497 Euro wert“
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Der 25. Januar 2023 wird für Michael Kyrath immer der schlimmste Tag seines Lebens gewesen sein. Er hat das Schwerste erlebt, das einem Vater passieren kann. Seine 17-jährige Tochter Ann Marie und ihr Freund Danny (19) kamen nicht mehr nach Hause. Sie wurden in einem Regionalexpress nahe Brokstedt (Schleswig-Holstein) ermordet. Der 34-jährige staatenlose Palästinenser und abgelehnte Asylbewerber Ibrahim A. stach damals mit einem Messer wahllos auf Fahrgäste ein.

Ann Marie Kyrath wurde nur 17 Jahre alt
Ann Marie und Danny starben noch in derselben Nacht. Eine Frau, die bei dem wahllosen Messerangriff von Brokstedt verletzt worden war, nahm sich später das Leben. Außerdem wurden vier weitere Personen verletzt.
Trotz dieses schweren Schicksalsschlages vor zwei Jahren hat sich Michael Kyrath, der Vater der ermordeten Ann Marie, nicht zurückgezogen. Er kämpft mit anderen betroffenen Familien gegen illegale Migration, die aus dem Ruder läuft und immer öfter scheitert. Bei „Schuler! Fragen, was ist“ spricht er aus, was seiner Meinung nach die neue Regierung bei der Migration besser machen muss.
Das ganze Interview sehen Sie hier:
„Wir hatten das Glück, dass wir einen wirklich fantastischen Freundeskreis haben“, sagt Kyrath rund zwei Jahre nach der Tat bei „Schuler! Fragen, was ist“. Er erwähnt die Mitschüler seiner Tochter, die ihm und seiner Familie in den ersten Wochen und Monaten viel Trost geschenkt haben. „Sie haben Urlaub genommen, sie haben eingekauft, sie haben bei uns übernachtet und wirklich Unglaubliches geleistet, um uns zu umsorgen, zu versorgen und auch um zu versuchen, uns eine Zukunftsperspektive wiederzugeben, die gar nicht mehr da war“, berichtet der Familienvater.

Michael Kyrath im Gespräch mit Ralf Schuler
„Und es sind nach jeder Tat die üblichen Floskeln, die wir zu hören bekommen“
Kyrath hat sich in den rund zwei Jahren nach dem Tod seiner Tochter ein Netzwerk von etwa 300 betroffenen Eltern aufgebaut. Er schrieb sogar einen offenen Brief an den grünen Minister Cem Özdemir. „Es sind viele Fälle dabei, die überhaupt gar nicht in den Medien aufgetaucht sind“, sagt er. „Was uns alle ungefähr eint, sind fünf massive Eckpunkte. Es ist immer dieselbe Tätergruppe. Es ist immer dasselbe Tatwerkzeug. Es ist nahezu derselbe Tathergang. Es sind die gleichen Motive und es sind nach jeder Tat wieder die üblichen Floskeln, die wir zu hören bekommen – von den Verdächtigen oder von den verantwortlichen Politikern.“

Michael Kyrath hat nach dem Tod seiner Tochter viel Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und Mitschüler erfahren.
„Das Leben meiner Tochter war 1.497 Euro wert“
Ihm seien Fälle bekannt, wo Eltern „schon drei bis vier Jahre hinterherlaufen, nur um vielleicht das Geld für die Beerdigung ihres Kindes zu bekommen.“
Und was bleibt also von Ann Marie übrig, wenn man sich die staatliche Reaktion auf die unfassbar schreckliche Tat anschaut? „Wir haben gerade den Bescheid bekommen. Das Leben meiner Tochter war 1.497 Euro wert“, erklärt Kyrath. Das sei das, was den Angehörigen an Hinterbliebenenrente zusteht.
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