Philip Hopf über Hausdurchsuchungen: „Ich werde nicht der Nächste sein, bei dem sie klingeln“
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Mit „Hoss & Hopf“ haben Philip Hopf und sein Partner Kiarash Hossainpour innerhalb kürzester Zeit einen der erfolgreichsten Podcasts Deutschlands auf die Beine gestellt. Hopf ist also nicht nur Finanzunternehmer und Podcaster, sondern auch Influencer.
Im Interview mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler spricht Hopf über den Status Quo der deutschen Wirtschaft und über die Gründe, warum er Deutschland den Rücken gekehrt hat.
Sehen Sie hier das ganze Interview:
„Früher waren Chinesen regelrecht geil auf deutsche Produkte“
Als Finanzunternehmer hat Hopf die Weltwirtschaft genau im Blick. Zur deutschen Rezession sagt der Experte: „Der Markt entwickelt sich einfach weiter. Und während die Chinesen früher regelrecht geil auf deutsche Produkte waren und da alles aufgeschnappt haben“ seien die Zeiten heute anders. „Deutschland war immer führend, auch was Innovationen angeht. Da sind wir uns alle einig: So sind wir nicht mehr. Und die Chinesen haben ihren eigenen Automarkt für die eigene Bevölkerung interessant gemacht. Dort heißt es dann zwar: Okay, ich krieg’ jetzt ein Auto, das ist vielleicht nicht ganz so gut, aber ich zahle nur noch ein Drittel dafür. Die haben es geschafft, dass die Chinesen selber jetzt vornehmlich chinesische Fabrikation kaufen.“
„Hoss und Hopf“ sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden
Hopfs Podcast-Partner ist nach Dubai ausgewandert. Er selbst lebt inzwischen in Zürich. „Haben Sie Deutschland bewusst den Rücken gekehrt?“, fragt Schuler. Tatsächlich habe Hopf die Entscheidung „ganz bewusst“ getroffen. Auslöser waren Informationen, die ihm von einem Politiker aus seiner Heimatstadt Stuttgart zugespielt worden seien. „Da gab es eine parlamentarische Anfrage, ob der Podcast vom Verfassungsschutz beobachtet wird, weil wir da so skandalöse Aussagen treffen.“ Und Kritik am Staat habe „scheinbar damals um den Kreis von Nancy Faeser überhaupt nicht gefallen. Und dann habe ich eben Unterlagen gesehen, die das bestätigt haben, dass es Überlegungen gibt, uns vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.“

Philip Hopf wollte keine Hausdurchsuchungen erdulden müssen, wanderte deshalb in die Schweiz aus.
„Ich werde nicht der nächste sein“
Zur gleichen Zeit kam es bei Bekannten von Hopf zu Hausdurchsuchungen und in den Medien wurden ebenfalls Vorgänge bekannt wie der Schwachkopf-Fall von Stefan Niehoff. „Seitdem ist es ja jetzt quasi nicht mehr aufzuzählen, wie oft das passiert ist.“ Als Person in der Öffentlichkeit und als Vater will Hopf dieses Erlebnis nicht. „Ich bin Vater geworden, letztes Jahr. Mein Sohn ist jetzt zwei und ich habe mir gesagt: nicht mit mir. Ich werde nicht der nächste sein, bei dem sie klingeln und mir meine elektronischen Geräte wegnehmen.“
Und entsprechend fiel seine Wahl auf die Schweiz, „wo meine Auffassung von demokratischem Verständnis auch gelebt wird. Und wie wir wissen, die Schweiz ist das letzte Land auf unserem Planeten, bei dem es noch den Volksentscheid gibt. Das heißt also, dass die Bevölkerung maßgeblichen Einfluss nehmen kann auf die Entscheidungen des Landes. Und das ist etwas, das ich zu 100 Prozent unterschreibe.“
Das ganze Interview mit Philip Hopf können Sie hier anschauen.
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