Philip Hopf über Schwerstverbrecher: „Gruppenvergewaltiger sind für mich Müll“
Ein Beitrag von
Mit „Hoss und Hopf“ hat Philip Hopf zusammen mit seinem Partner Kiarash Hossainpour einen der größten Podcasts im deutschsprachigen Raum geschaffen. NIUS-Politikchef Ralf Schuler besuchte den 40-jährigen Finanzunternehmer in seinem Stuttgarter Büro und sprach mit ihm über ein verändertes Stadtbild. Hopf nimmt bei dem neuen Phänomen Gruppenvergewaltigung kein Blatt vor den Mund: „Eine Person, die sie begeht, hat sein Leben damit verwirkt.“
Hier geht’s zum ganzen Interview im Video:
Wer eine Gesellschaft sauber halten will, muss den Müll rausbringen
Für diese Aussage wurde Hopf in der Vergangenheit scharf kritisiert. Im Gespräch mit Ralf Schuler bekräftigt er seine These: „Wir sind in einer Gesellschaft, in der wir bei massiv zunehmenden Verbrechensraten, die immer schlimmer werden, gleichzeitig die Milde des Gesetzes walten lassen. Außer, man hinterzieht Steuern.“ Vergewaltigungen und Messerstechereien habe es früher nicht in dieser Häufigkeit gegeben. Dass man inzwischen sogar den Begriff „Intensivstraftäter“ eingeführt habe, macht den Wahl-Züricher fassungslos: „Es sollte gar keine Intensivstraftäter in Deutschland geben, weil wenn ein Straftäter mehrmals eine Strafe begeht, dann sollten wir dafür sorgen, dass er nicht mehr auf die Gesellschaft losgelassen wird.“
Wenn nun in unserer Gesellschaft Vergewaltiger „wieder rauskommen, sofort wieder vergewaltigen, Gewalttäter rauskommen, neue Gewalttaten begehen – dann ist das genauso gemeint: Der Müll wird nicht mehr rausgebracht.“
Spirale des Verbrechens geht immer weiter
„Das kann man jetzt als extreme Aussage sehen oder nicht“, erklärt Hopf. Doch die Konsequenzen liegen für den Podcaster auf der Hand: „Wenn wir also immer wieder das große Potenzial an Verbrechen, das wir haben, auf unsere Gesellschaft loslassen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn das Vertrauen nachlässt, wenn die Leute abends Angst haben, auf die Straße zu gehen und wenn die Spirale des Verbrechens immer weitergeht.“

Philip Hopf im Gespräch mit Ralf Schuler
Da helfe auch nicht die Annahme, dass der Mensch immer gut sei und stets resozialisierbar. „Wenn ein Mann eine Frau schändet und das im Zweifelsfall auch noch mit einer Gruppe tut, über mehrere Stunden dieser Frau furchtbares, nie enden wollendes Leid antut, dann ist er für mich Müll und dann sage ich das auch.“
Todesstrafe: Manche Verbrechen sind „unverzeihlich“
Bei „Hoss und Hopf“ kam in einer der inzwischen mehr als dreihundert Folgen auch das Thema Todesstrafe ins Gespräch. Es ist eine Sache, die die Menschen fasziniert. In den USA gibt es sie noch, auch in arabischen Ländern. In der damaligen Folge habe Hopf die Meinung eingenommen, dass es „manche Verbrechen gibt, die in ihrer Schwere so unverzeihlich sind – jetzt ist das wieder meine ganz persönliche Meinung –, dass eine Person, die sie begeht, sein Leben damit verwirkt hat. So, und da gibt es jetzt eben Leute, die stimmen dem zu und es gibt Leute, die stimmen dem nicht zu und dann kann man darüber diskutieren“. Das sei ganz normaler Bestandteil eines Podcasts.
Das ganze Gespräch zwischen Philip Hopf und Ralf Schuler können Sie hier ansehen.
Lesen Sie auch:
Der Fall „Hoss & Hopf“ ist das Drehbuch eines gescheiterten Versuchs von „Cancel Culture“
Mehr NIUS:
Lyrik-Rocker Wandermaler über die zunehmende Politisierung in der Musikindustrie: „Musik geht heute mit einem Glaubensbekenntnis einher“
Demokratieforscher über Merz’ Klarnamen-Forderung: „Das ist eine völlige Entgleisung“
Klaus Holetschek (CSU) appelliert an SPD: „Wir brauchen keine Konfrontation, sondern Kooperation“
FDP-Rebell Frank Schäffler: „Kubicki muss jetzt das Rad rumreißen. Ich bin sicher, dass er das kann.“
FDP-Rebell Frank Schäffler kritisiert Finanzminister Klingbeil: „Mit Schulden kann man kein Wachstum erzeugen“
CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters: Bärbel Bas ist nicht mehr ministrabel
Journalistin Sarah Maria Sander: „Ich kann mich als Jüdin nicht frei bewegen in Berlin“
Leif-Erik Holm (AfD): „Es gibt viele, die bei den Grünen schon auf dem Schoss sitzen“
Mehr NIUS:
FDP-Rebell Frank Schäffler: „Kubicki muss jetzt das Rad rumreißen. Ich bin sicher, dass er das kann.“
FDP-Rebell Frank Schäffler kritisiert Finanzminister Klingbeil: „Mit Schulden kann man kein Wachstum erzeugen“
CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters: Bärbel Bas ist nicht mehr ministrabel
Journalistin Sarah Maria Sander: „Ich kann mich als Jüdin nicht frei bewegen in Berlin“
Leif-Erik Holm (AfD): „Es gibt viele, die bei den Grünen schon auf dem Schoss sitzen“
Leif-Erik Holm (AfD): „Im Grunde sind wir das, was vielleicht die CDU mal vor 30 Jahren war“
Politikprofessor Christian Stecker kennt keine Parteien der Mitte: „Die Mitte wohnt bei jedem Thema woanders“
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die AfD suhlt sich in der Märtyrerrolle“
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare