Podcaster Philip Hopf ist ausgewandert: „Ich konnte nicht mehr mit ansehen, wie Stuttgart verkommt“
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„Ich bin ziemlich überrascht darüber, wie schnell sich das zum Besseren gewendet hat“, sagte Friedrich Merz kürzlich bei Sandra Maischberger.
Philip Hopf, Podcaster und Finanzunternehmer, kann Merz’ positiven Eindruck von der Stimmung im Land nicht nachvollziehen. Bei „Schuler! Fragen, was ist“ beschreibt der 40-Jährige, wie massiv seine Heimatstadt Stuttgart in der Krise steckt und warum er in die Schweiz ausgewandert ist.
Das komplette Interview sehen Sie hier:
Stuttgart hat sich „massiv verändert“
Wenn Selbstständige wie Hopf auswandern, sei das „kein guter Befund“, stellt Ralf Schuler im Gespräch fest. Was ist passiert? Philip Hopf verweist auf das „Stadtbild“ von Stuttgart und wählt diesen Begriff ganz bewusst. „Ich bin hier aufgewachsen, ich bin ein Sohn dieser Stadt und ich habe hier als Jugendlicher hunderte Nächte verbracht. Hier habe ich mich ausgetobt. Und das hat sich alles massiv verändert. Es ist extrem kriminell geworden. Es war ehemals die sicherste Stadt in Deutschland. Jetzt lesen wir jeden Tag von Messerstechereien, jeden Tag von Vergewaltigungen, Gewaltdelikten rauf und runter.“

Polizisten am Tatort einer Messerstecherei in Stuttgart im Oktober 2025. Eine Person wurde dabei schwer verletzt.
Es vergehe kein Tag, an dem nicht schreckliche Dinge passieren. „Oder man hört einfach mal abends, wenn man hier in der Stadt wohnt, aus dem Fenster. Man hört, wie oft die Polizei mit Sirenen hier durch die Stadt fährt. Das war auch so was, da bin ich vielleicht empfindlich geworden irgendwann. Das kannte ich früher, vor 2015 noch nicht.“
„Die Stadtbild-Debatte hat den meisten Menschen aus der Seele gesprochen“
„Das ist mir zunehmend sowas von gegen den Strich gegangen, dass ich mir gesagt habe: Ich möchte das nicht mehr ansehen, wie diese Stadt verkommt“, fügt Hopf hinzu. „Dann gehe ich lieber dahin, wo es mir erstens gefällt und wo einfach auch eine andere Gesellschaft gelebt wird.“ Er habe inzwischen für seine Familie in Zürich eine neue Heimat gefunden. Die Stadtbild-Debatte von Merz habe Hopf entsprechend aus der Seele gesprochen. „Ich denke, das hatte den meisten Menschen aus der Seele gesprochen. Es gibt halt eine kleine Minderheit der Medien, die daraus eine völlig eine Skandalaussage machen möchte. Ich weiß nicht, was der Skandal sein soll.“

Philip Hopf hat Stuttgart verlassen, weil er die Zustände in der Stadt nicht mehr ertragen wollte.
„Ich sehe uns da nicht am Ende einer Abwärtsbewegung“
Auch wirtschaftlich geht es der Landeshauptstadt nicht gut. Die Stuttgarter Zeitung berichtete kürzlich davon, dass mehrere Hundert Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr fehlen werden. Der Region und dem Land gehe es schlecht, attestiert der erfolgreiche Podcaster. „Und ich sehe uns da nicht am Ende einer Abwärtsbewegung.“ Der Experte rechnet im kommenden Jahr „mit großen Entlassungswellen“.
Das ganze Interview mit Philip Hopf können Sie hier anschauen.
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