Prof. Tim Drygala über Verbrenner-Aus: „Da hätte sich jeder SED-Parteitag damals die Finger geleckt“
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Er hat die DDR-Grenze als Kind erlebt, paddelte als Junge auf dem Grenzfluss an Minen-Warnschildern vorbei – und ist deshalb besonders allergisch gegen jeden neuen Anlauf in Richtung Sozialismus, Planstaat und „Diktatur der Minderheit“. Prof. Tim Drygala, Wirtschaftsjurist aus Leipzig, spricht bei „Schuler! Fragen, was ist“ über die Klagewut vermeintlich beleidigter Politiker, die linke Meinungsmacht an Universitäten und die Parallelen zwischen Klimapolitik und dem Wirken der SED-Diktatur.
Das ganze Interview sehen Sie hier im Video:
„Wir haben in der Klimapolitik im Prinzip lupenreine Planwirtschaft“
Im Gespräch mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler geht Prof. Drygala mit der Politik hart ins Gericht: „Wir haben in der Klimapolitik im Prinzip lupenreine Planwirtschaft mit sogar zeitlichen Sektorfenstern. Also Kohleausstieg 2030/35, Verbrenner-Aus, Klimaneutralität. Da hätte sich jeder SED-Parteitag damals die Finger geleckt“, sagt der Jura-Professor. Aus seiner Sicht maßen sich Politiker der Gegenwart zu viel ideologische Gewissheit an. Es bestehe der Glaube, man könne jedes Geschehen umfassend steuern und planen. Und man weiß „natürlich auch, was die zukunftsfähige Technologie von morgen ist. Und für die gibt es dann Subventionen.“

Prof. Tim Drygala im Gespräch mit Ralf Schuler
„Die Marktwirtschaft steuert besser als jedes Planungskomitee“
Drygala kritisiert auch, dass im gleichen Zuge vermeintlich veraltete Technik von der Politik abgesägt werde. Dieses Vorgehen ist „einer Marktwirtschaft deutlich unterlegen“, so der 62-Jährige. Ein Politiker als „Einzelmensch – oder meinetwegen jetzt als Gruppe, auch als Parlament oder als Fraktion – ist nie so schlau wie die Millionen Leute draußen, die jeden Tag entscheiden: Taugt dieses Produkt was? Will ich das kaufen? Ist der Preis fair? Will ich dafür 100 Euro bezahlen oder ist mir das zu teuer?“ Das steuere eine freie Marktwirtschaft „viel besser als jedes Planungskomitee und auch jeder Bundestag. Das gerät jetzt nach 30 Jahren wieder zunehmend in Vergessenheit.“
Das ganze Gespräch mit Prof. Tim Drygala können Sie hier ansehen.
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