Simone Solga über Kanzler Merz: „Er ist ein Führungssimulator“
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„Merz ist ein Führungssimulator“, sagt Simone Solga im Interview mit Ralf Schuler. Der Kanzler sei wie ein Dyson unter den Politikern: diese teuren Geräte mit dem Hohlraum in der Mitte, die viel Luft wirbeln. Da sei leider viel Dampf dabei.
Die aktuelle Folge „Schuler! Fragen, was ist“ sehen Sie hier:
Man sehe es auch körperlich: Er hänge ziemlich in den Seilen. Auch die Stimme nicht mehr so wie früher. „Er muss sehr verunsichert sein, unglücklich in seiner Funktion und Position, die er jetzt hat. Er kriegt ordentlich Druck.“ Für alle, die CDU gewählt haben, weil die Wirtschaft endlich wieder oben stehen sollte, sei das eine Riesenenttäuschung. „Er steht ziemlich dünn da“, konstatiert Solga.
Friedrich Merz kam mit großen Versprechen: Links sei vorbei, die Wirtschaft werde wieder oben stehen, mit den Zuständen der Ampel-Jahre sei Schluss. Für Solga ist die Bilanz nach wenigen Monaten eindeutig und ernüchternd: „Eigentlich konnte man ein bisschen damit rechnen, wenn man Friedrich Merz so kennt aus den Jahren auch davor.“

Merz sei für sie der „Dyson“ unter den Politikern, sagt Simone Solga im Gespräch mit Ralf Schuler.
Simone Solga ist eine der bekanntesten politischen Kabarettistinnen Deutschlands. Die in Gera geborene Schauspielerin lebt in Wiesbaden und tritt regelmäßig in der ARD auf. Wöchentlich kommentiert sie das Zeitgeschehen pointiert und ungeschminkt in ihren „Bettchen-Videos“.
Als Bürgerin fühlt sie sich von ihm nicht vertreten, gar nicht. Und als Kabarettistin hat sie dem Kanzler ein Angebot gemacht: eine kostenlose Liste seiner bisherigen Leistungen und Ergebnisse. Zeitfenster für die Gratissonderschicht: 19 bis 19.05 Uhr, inklusive Kaffeepause. Wer noch ein Fan von Friedrich Merz sei, wisse sie nicht. Die müssten den Schuss nicht gehört haben.
Das Panorama rundherum macht es nicht besser. Währenddessen müsse die AfD ja gar nichts machen, sagt Solga. Jenseits der Mauer bilde sich gerade ein völlig neues Leben mit anderen Social-Media-Plattformen, anderen Gesprächen, anderen Medien. Wie sich Merz oder die Koalition das mit der Brandmauer vorstellten, wisse sie nicht. Die Leute liefen davon. „Das sucht sich wie Wasser seinen Weg.“
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