Bestseller-Autor Thilo Sarrazin: „80 Prozent der Gewaltkriminalität hat einen Migrationshintergrund“
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- Mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ sorgte Thilo Sarrazin (79) für eine Welle der Empörung. Sie mündete in einem SPD-Parteiauschlussverfahren.
- Fünfzehn Jahre nach dem Erscheinen im Jahr 2010 zieht der frühere Bundesbanker und Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch die Bilanz seiner Prognosen von damals.
- Bei „Schuler! Fragen, was ist“ spricht Sarrazin über die tatsächlichen Probleme der Bundesrepublik im Jahr 2025 – und die sind deutlich schlimmer als der Ökonom damals prophezeite.
In vielen Bundesländern ist inzwischen jeder zweite Tatverdächtige von Gewaltdelikten ein Ausländer. Doch diese aktuellen Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik sind nur die Spitze vom Eisberg, analysiert Thilo Sarrazin bei „Schuler! Fragen, was ist“. Was passiert, wenn man bei Tätern den Migrationshintergrund berücksichtigt? „Dann kann man ohne Weiteres sagen, ohne die Statistiken zu interpretieren, dass 80 Prozent aller Gewalttaten in Deutschland auf Menschen mit Migrationshintergrund entfallen.“
Das ganze Interview sehen Sie hier:
„Wer nicht wirklich integriert ist, hat natürlich eine höhere Tendenz zu Kriminalität“
Sarrazin untermalt seine These mit einem Beispiel: „Wenn meinetwegen einer, der formal Deutscher und Araber ist, in Neukölln eine Straftat begeht, würde er in der Kriminalstatistik unter ‚Deutsch‘ verbucht, obwohl er Araber ist.“
Bereinigt könne man also durchaus sagen und sei damit „auf der sicheren Seite“, dass „80 Prozent der Gewalt in Deutschland einen Migrationshintergrund hat“, erklärt der Ökonom.
Sarrazin nennt drei Ursachen dafür:
- „Die erste Ursache: Die Migranten sind im Durchschnitt jünger und Kriminalität ist eine Angelegenheit – vor allen Dingen – von Männern im Alter zwischen 15 und 40 Jahren.“
- „Es ist klar und auch verständlich, dass Menschen in einem ihnen unbekannten Umfeld und aus einer fremden Kultur eher kriminell werden als andere.“ Man kenne das aus den USA mit der berühmten italienischen Mafia.
- Der dritte Grund ist für Sarrazin einer, der „bei uns in der Debatte weitgehend ausgeklammert wird, weil er politisch inkorrekt ist. Wenn ich die Kriminalität auf die der Herkunftsgruppen beziehe, dann kann ich sagen: Der Vietnamese, der Chinese ist im Durchschnitt nicht krimineller als der Deutsche. Ukrainer, Weißrussen und Russen sind im Durchschnitt zwar schon ein bisschen krimineller, jetzt aber nicht so viel. Die höchste relative Kriminalität haben also Zuwanderer oder deren Nachfahren aus dem sogenannten islamischen Kulturkreis.“

Thilo Sarrazin im Gespräch mit Ralf Schuler
Warum das so sei, will Schuler von Sarrazin wissen: „Es ist erstens eine weniger erfolgreiche ökonomische Integration. Also Vietnamesen in Deutschland machen Abitur, Studium in Ingenieurwissenschaften, die haben überhaupt keine Zeit und keinen Anlass, besonders kriminell zu werden. Wer dagegen keine vernünftige Schulausbildung hat, wird auch am Arbeitsmarkt nicht so richtig Fuß fassen. Wer mehr in einfachen Tätigkeiten ist; wer in großfamiliären Strukturen lebt; wer in vielerlei Hinsicht in diese Gesellschaft nicht wirklich integriert ist – weder wirtschaftlich noch sozial –, hat natürlich eine höhere Tendenz zu Kriminalität.“
Sarrazin: Abstammungsgedanke steht den Leuten zu
Allein bei dem Gedanken, deutsche Staatsbürger seien eigentlich Araber, zucken bereits viele Menschen zusammen. Interessanterweise sehen sich aber zahlreiche arabischstämmige Menschen als arabischstämmig, unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Darf man das? Sarrazin sagt: „Ich finde, das steht ihnen auch zu.“ Man finde diese Analogie etwa bei der dänischen Minderheit im Norden Schleswig-Holsteins. Dort leben deutsche Staatsbürger. Doch auch diese würden sich auf Nachfrage als Däne ausweisen, sagt Sarrazin. Auch der Südtiroler würde lachen. „Ich bin aber Tiroler, bin zwar italienischer Staatsbürger, bleibe aber trotzdem Tiroler.“
„Diese Unterscheidung ist ja völlig normal. Nur, dass sie bei uns praktisch nicht erwähnt werden darf. Das ist das Problem“, so der Bestseller-Autor.
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