Unternehmerin Röser kritisiert die Energiepreise in Deutschland: „Wir sind einfach nicht mehr wettbewerbsfähig“
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Es ist ein Satz, der sitzt. „Wir sind einfach nicht mehr konkurrenzfähig und wettbewerbsfähig“ – gesagt nicht von einem Lobbyisten, nicht von einem Wirtschaftsprofessor, sondern von der Unternehmerin Sarna Röser. Sie gehört zur Führungsspitze eines Familienunternehmens, Tiefbau, Betonteile, Produktion. Ein Betrieb, den ihre Urgroßeltern aufgebaut haben, vor mehr als 100 Jahren. Sarna Röser kennt die Herausforderungen des deutschen Mittelstands aus eigener Erfahrung.
Das ganze Interview mit Sarna Röser bei „Schuler! Fragen, was ist“ sehen Sie hier:
Sie wolle das Unternehmen noch einmal 100 Jahre in die Zukunft führen, sagt sie. Damit es an ihre Kinder und Kindeskinder übergehen kann. Der Wunsch ist da, aber die Rahmenbedingungen spielen nicht mit.
Denn wer in Deutschland produziert – mit Maschinen, mit Energie, mit Beton – zahlt heute mit die höchsten Strompreise der Welt. Wer in den USA oder in Polen fertigt, hat schlicht niedrigere Kosten. Das sei keine Meinung, sagt sie. Das seien Zahlen, Daten, Fakten.
Entlastung ja, aber für alle
Ob ihr Unternehmen wenigstens vom Industriestrompreis profitiere, den die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat? Nein. Und sie macht keinen Hehl daraus, was sie davon hält: Es sei falsch, einzelne Branchen zu bevorzugen. Was gebraucht werde, sei eine Entlastung für den gesamten produzierenden Mittelstand – nicht für ausgewählte Sparten.

Sarna Röser im Gespräch mit Ralf Schuler
Abwandern kommt für sie nicht infrage. „Ich bin Patriotin“, sagt sie – offen und ohne Umschweife. Ein Digitalunternehmen könne vielleicht sein Büro zusammenpacken und in Dubai neu eröffnen. Für einen Industriebetrieb wie ihren gehe das nicht. Und sie wolle es auch nicht. Sie werde bis zuletzt dafür kämpfen, dass es in Deutschland möglich bleibt.
Optimistin sei sie, sagt sie. Das müsse man als Unternehmerin sein. Aber Optimismus, das klingt durch, braucht irgendwann auch eine Grundlage.
Das ganze Interview mit Sarna Röser können Sie hier anschauen.
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