Dick, feministisch, arabisch und schwarz: In Frankreich werden „Die drei Musketiere“ neu verfilmt
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Nanu, da dürften sich Fans der „drei Musketiere“ aber gewundert haben ...
In Frankreich verfilmt der Sender-Riese Canal+ den Klassiker von Alexandre Dumas neu – allerdings auf eine bemerkenswerte Art und Weise. Die drei Musketiere sind dort die drei Musketierinnen. Und auch der Ausspruch „Alle für eine, eine für alle“ ist an das feministische Rahmenkonzept angepasst.
Das neue Werk stammt von der Regisseurin Houda Benyamina, die vor wenigen Jahren mit ihrem Film „Divines“ bekannt wurde und dafür ausgezeichnet wurde. Nun legt sie den Klassiker aus dem Jahr 1844, in dem es eigentlich um Athos, Porthos und Aramis und deren jungen Freund D’Artagnan geht, neu auf. Die männlichen Figuren werden dabei von Frauen besetzt, die dennoch Schnurrbärte tragen, um den historischen Vorbildern zumindest in diesem Detail zu entsprechen.
In der neuen Verfilmung wechselt nicht nur das Geschlecht der Musketiere, sondern auch ihre Herkunft. Die Musketiere, die eigentlich das Gefolge der französischen Königsfamilie sind und als „Maison du Roi“ subsumiert werden, sind im 21. Jahrhundert migrantisch: Neben der marokkanisch-stämmigen Regisseurin beinhaltet der Cast die algerisch-stämmige Sabrina Ouazani, die kongolesische Déborah Lukumuena und die ebenfalls marokkanisch-stämmige Oulaya Amamra. Letztere ist dabei die Schwester der Regisseurin.
Auch am Plot der Geschichte wurde gewerkelt: Das Drehbuch von Juliette Sales und Fabien Suarez spielt im Frankreich des 19. Jahrhunderts, wo Sara, ein junges Mädchen auf der Flucht, entdeckt, dass die berühmten Musketiere in Wirklichkeit Frauen sind. Huch. Fasziniert von der Kühnheit der Musketierinnen beschließt sie, sich ihnen in ihrem Streben nach Freiheit anzuschließen.
Die feministisch-diverse Abenteuerkomödie hat erst jüngst einen Trailer herausgebracht. Insgesamt hat der Film 10,7 Millionen Euro gekostet und wurde massiv mit öffentlichen Geldern gefördert. Kinostart ist in Frankreich der 22. Januar 2025. Dann heißt es in feministischer Geschlossenheit: „Eine für alle, alle für eine!“
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