Schön, weiß, konservativ: Wie Sydney Sweeney Hollywood überfordert
Ein Beitrag von
Sie ist erfolgreich, sexy und mag Trump – das allein reicht, um Sydney Sweeney zu canceln.
Die Karriere der 28-Jährigen schoss innerhalb weniger Jahre in die Stratosphäre: Euphoria-Hype, eine Hauptrolle im Serienkracher White Lotus, Werbeverträge – Sydney Sweeney hat sich einen festen Platz im Hollywood-Hochadel erobert. Doch den behält man in der woken Traumfabrik nur mit der richtigen Gesinnung.
Shitstorm nach MAGA-Outing
Seit sich die Blondine 2024 als Parteimitglied der Republikaner und Trump-Fan geoutet hat, bricht ein Shit-Tsunami nach dem anderen über sie herein. Ein Hollywoodstar, der nicht nach den Regeln spielt und öffentlichkeitswirksam fürs Klima oder Frauenrechte kämpft, gilt als hochverdächtig.
Im Sommer sorgt ein Werbespot für die Jeans-Marke American Eagle für Ärger. Der Slogan „Sydney Sweeney has great Jeans“ treibt die Kritiker auf die Barrikaden. In dem Video spricht Sydney über Erbgut: Es könnte sich um Jeans, also Hosen, aber auch um Genes, also Gene handeln.
Für Kritiker ist das blanker Rassismus, für Fans ein Fest, für American Eagle ein Erfolg. Für einen angezählten Star gibt es in solch einem Fall nur einen Weg: zu Kreuze kriechen.
Doch Sydney Sweeney legt noch einen drauf: Die GQ-Reporterin, Katherine Stoeffel, versucht Anfang November, sie im Interview zu grillen: „Die Kritik im weitesten Sinne war ja, dass weiße Menschen im gegenwärtigen politischen Klima nicht über die Überlegenheit weißer Genetik witzeln sollten. Und da du gerade darüber sprichst, wollte ich dir die Gelegenheit geben, das im Speziellen zu adressieren.“ Sweeney begegnet der hitzigen Debatte mit einer kühlen Antwort: „Ich denke, wenn ich ein Problem habe, über das ich sprechen möchte, werden die Leute davon hören.“
Die Reaktion wird zigmal geteilt. Innerhalb von Minuten wird aus dem Statement ein Meme: Ihre 25,4 Millionen Instagram-Follower feiern Sydney Sweeney, ihre Hater haben Schaum vorm Mund.
Die britische Daily Mail fragt diese Woche: Ist Sydney Sweeney zu toxisch für Hollywood geworden? Anzeichen dafür findet das Blatt auch gleich: Ihr Film „Christy“ über die Boxerin Christy Martin sei gefloppt und gelte als einer der schlechtesten Kinostarts aller Zeiten. Dabei spielt Sydney Sweeney darin eine Lesbe, die gegen häusliche Gewalt kämpft. Normalerweise regnet es für solche Rollen Awards. Für Sydney regnet es Kritik.

Sydney Sweeney bei „Variety Power of Women“
Co-Stars wenden sich ab
Wer in Hollywood angezählt ist, braucht mächtige Allianzen. Doch Sydneys Co-Stars schweigen – oder distanzieren sich öffentlich von ihr. Kurz vor dem Start der dritten „Euphoria“-Staffel ist das Verhältnis zu Kollegin Zendaya frostig. Wie die Mail on Sunday schreibt, weigert sich die 29-jährige Trump-Gegnerin, mit Sydney Interviews zu geben oder auch nur neben ihr zu stehen.
Und auch White-Lotus-Kollegin Aimee Lou Wood zeigt Zähne: Die 31-jährige Britin bezieht sich auf einen Instagram-Post des Star-Fotografen Misan Harriman – er knipste schon Harry und Meghan – der den Ausschnitt des GQ-Interviews auf seinem Account teilt und darunterschreibt: „Angenommen, du bist keine weiße Rassistin, sag wenigstens, wie schrecklich du es findest, wie sehr diese Kampagne von dumpfen Rassisten gefeiert wird.“
„Orange is the New Black“-Star Ruby Rose attackiert Sydney Sweeney auf Threads. Die 39-Jährige habe die Rolle spielen sollen, fast der gesamte Cast sei queer. Nachdem der Film gefloppt sei, habe Sweeney behauptet, sie habe es für „die Menschen“ getan. Keiner der „Menschen“ wolle aber jemanden sehen, der ihn hasst, aber so tut, als sei er einer von ihnen. Und direkt an Sweeney: „Du bist ein Kretin und du hast den Film ruiniert. Punkt.“

Ruby Rose attackiert Sydney Sweeney auf Threads.
Im Dezember präsentiert Sydney Sweeney neben Amanda Seyfried ihren neuen Film „The Housemaid“. Es ist die letzte Chance, einen Kniefall vor der woken Blase zu machen, sonst wird 2026 ein schwieriges Jahr für den ehemaligen Hollywood-Darling.

„The Housemaid“ erscheint im Dezember 2025.
Nächste Station Bond-Girl?
Bei der Promo für die dritte Staffel „Euphoria“ könnte sie allein auf dem roten Teppich stehen – es sei denn, sie bekommt mächtigen Rückenwind. Zum Beispiel von Jeff Bezos.
Der Amazon-Gründer hat für 790 Millionen Pfund die Rechte an den James-Bond-Filmen gekauft. Und das Portal Page Six wertet Sydney Sweeneys Besuch auf seiner Sommer-Hochzeit in Venedig als sicheres Zeichen dafür, dass sie als Bond-Girl gehandelt wird. Laut US Weekly finanziert Bezos außerdem ein Business, mit dessen Hilfe sie eine eigene Dessous-Linie launchen soll.
Sydney Sweeney wird also die Hosen runterlassen – aber so, wie es ihr passt und nicht so, wie das woke Hollywood es verlangt.
Mehr NIUS:
Plötzlich wieder Promi: Der verlogene Umgang mit Til Schweiger
Mehr NIUS:
Überraschende Töne von Campino: „Dieses Bild der Brandmauer, das hat auch schon seine Probleme“
„Unpolitisch Korrekt“ am Sonntag ab 9 Uhr auf NIUS Radio
Sorge um Udo Lindenberg! Rock-Legende im Krankenhaus
Britisches Königshaus stoppt Renovierung von Frogmore Cottage für Harry und Meghan
„Palästina 36“: Wie ein Spielfilm die Anfänge des Nahost-Konflikts verfälscht
Im neuen Lied der „Toten Hosen“ heißt es: „Der Sohn ist nicht rechts, doch nach zwei, drei Schnäpsen hebt er den rechten Arm“
Flachwitz und politisch brave Teilnehmer: Warum LOL die unlustigste Comedyshow ist
Wie „Top Gun“ mit dem Antikriegsfilm aufräumte
Mehr NIUS:
Britisches Königshaus stoppt Renovierung von Frogmore Cottage für Harry und Meghan
„Palästina 36“: Wie ein Spielfilm die Anfänge des Nahost-Konflikts verfälscht
Im neuen Lied der „Toten Hosen“ heißt es: „Der Sohn ist nicht rechts, doch nach zwei, drei Schnäpsen hebt er den rechten Arm“
Flachwitz und politisch brave Teilnehmer: Warum LOL die unlustigste Comedyshow ist
Wie „Top Gun“ mit dem Antikriegsfilm aufräumte
ESC: Bulgarien gewinnt, Deutschland abgehängt, Antisemiten missbrauchen Veranstaltung für Israel-Hass
Die kroatische Band Lelek geht beim Eurovision Song Contest mit einem Anti-Islamisierungs-Song an den Start
Santiano machen auf der Bühne Stimmung „gegen rechts“
Melanie Grün
Artikel teilen
Kommentare