Straßensperrungen, brennende Autos, ausgefallene Flüge: Nachdem Drogenbaron „El Mencho“ vom Militär getötet wurde, versinkt Mexiko im Chaos
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Nach der Tötung des mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, ist es in mehreren Regionen Mexikos zu schweren Gewaltausbrüchen gekommen. Der Anführer des Jalisco-Kartells Neue Generation (CJNG) starb am 22. Februar bei einer mexikanischen Militäroperation im Bundesstaat Jalisco. Nach Angaben der dortigen Behörden sollte der Einsatz ursprünglich nur zu seiner Festnahme führen. Während des Zugriffs kam es jedoch zu einem Schusswechsel, bei dem der Kartellchef schwer verletzt wurde. Er starb später während des Transports in ein Krankenhaus. Seitdem kommt es in vielen Teilen Mexikos zu teils schweren Ausschreitungen, Brandschatzung und Gewalt, wie Videos in sozialen Medien zeigen.
Die Operation wurde von den mexikanischen Streitkräften durchgeführt. US-Behörden sollen im Vorfeld Geheimdienstinformationen geliefert haben. Eine direkte Beteiligung amerikanischer Soldaten vor Ort fand jedoch nicht statt. Die USA suchten seit Jahren nach dem Drogenboss und hatten ein Kopfgeld von bis zu 15 Millionen Dollar auf Hinweise ausgesetzt, die zu seiner Festnahme führen sollten. Das amerikanische Ministerium für Innere Sicherheit teilt auf X mit, dass es nach der Tötung von „El Mencho“ zu zahlreichen Gefechten im Landesgebiet kam.
Die obige Karte zeigt, wie breitflächig besonders der Süden Mexikos erschüttert wird:
Auch die Fotos sprechen eine deutliche Sprache:

Das Kartell zündete zahlreiche Autos an, die ausbrannten.

Auf X kursiert ein Video, das eine Tankstelle zeigen soll, die von Kartellmitgliedern in Brand gesetzt wurde.
„El Mencho“ galt als einer der mächtigsten Drogenhändler der Welt. Seit etwa 2011 führte er das CJNG, das sich innerhalb weniger Jahre von einer regionalen Gruppierung zu einer der stärksten kriminellen Organisationen Mexikos entwickelte. Unter seiner Führung expandierte das Kartell in zahlreiche Bundesstaaten und wurde zu einem zentralen Akteur des internationalen Drogenhandels. Dem CJNG werden von mexikanischen und US-Behörden zahlreiche schwere Verbrechen vorgeworfen. Dazu zählen der großangelegte Schmuggel von Methamphetamin, Kokain, Heroin und Fentanyl, bewaffnete Angriffe auf Polizisten, Entführungen, Erpressung, gezielte Tötungen sowie Geldwäsche. Das Kartell ist zudem für spektakuläre Gewaltaktionen bekannt, bei denen Straßen blockiert und Fahrzeuge angezündet wurden, um Sicherheitskräfte zu behindern.
Kartell reagiert mit Welle der Gewalt
Genau solche Szenen spielten sich unmittelbar nach dem Tod des Kartellchefs ab.
Das folgende Video der New York Post zeigt einen Zusammenschnitt des mexikanischen Chaos:
So sieht ein Parkplatz in Puerto Vallarta aus:
Das folgende Video zeigt bewaffnete Gangmitglieder, die aus einem fahrenden Auto schießen – Szenen, die wie aus einem Action-Film wirken, aber Realität sind:
In mehreren Bundesstaaten wurden Straßen mit brennenden Lastwagen und Bussen blockiert, Geschäfte gingen in Flammen auf, Sicherheitskräfte rückten mit Großaufgeboten an.
In unmittelbarer Nähe zur mexikanischen Grenze wurde ein Fahrzeug angezündet. Das Kartell signalisiert damit, immer noch die Macht zu haben.
Besonders betroffen waren Berichten zufolge die Bundesstaaten Jalisco, Michoacán, Guanajuato und weitere Regionen im Westen des Landes. In einigen Städten wurde der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt, Schulen blieben geschlossen.
Flughafen gestürmt
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wurde in einem Helikopter auf einem Schiff in Sicherheit gebracht. Hier sieht man ihn landen:
Auch die Infrastruktur bekam die Folgen zu spüren. Flughäfen wie Guadalajara und Puerto Vallarta meldeten zeitweise Einschränkungen im Flugbetrieb. Behörden riefen die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und offizielle Sicherheitsanweisungen zu beachten.
Kartellmitglieder stürmten sogar den Flughafen Guadalajara International Airport, wie folgende Videoszenen zeigen:
Regierung versucht, öffentliche Ordnung wieder herzustellen
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte nach der Operation, Regierung und Sicherheitskräfte arbeiteten eng zusammen, um die Lage zu stabilisieren. Sie rief zur Ruhe auf und betonte, dass der Alltag in weiten Teilen des Landes weiter normal verlaufe. Aus den USA kamen zustimmende Reaktionen. Amerikanische Behörden werteten den Tod des Kartellchefs als bedeutenden Schlag gegen internationale Drogennetzwerke. Gleichzeitig veröffentlichten US-Stellen Sicherheitswarnungen für amerikanische Bürger in den betroffenen Regionen.
Der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau kommentierte auf X, einer der „blutigsten und rücksichtslosesten Drogenbosse“ sei getötet worden. Und weiter: „Das ist eine großartige Entwicklung für Mexiko, die USA, Lateinamerika und die ganze Welt. Die Guten sind stärker als die Bösen.“
Wie furchterregend die Verhältnisse Mexikos sind, demonstrieren folgende Szenen, die nicht etwa das mexikanische Militär zeigen, sondern Truppen des besagten Kartells:
Die Lage bleibt angespannt. Sicherheitskräfte sind weiterhin in mehreren Bundesstaaten präsent, während Behörden versuchen, Straßenblockaden aufzulösen und die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.
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Felix Perrefort
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