Aserbaidschan beschuldigt Russland nach Flugzeugabsturz – 38 Tote
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Nach dem tragischen Absturz eines aserbaidschanischen Passagierflugzeugs in Kasachstan deuten Anzeichen auf eine Fremdeinwirkung hin. Wie Medienberichte vermelden, macht die Regierung in Baku den Beschuss durch eine russische Flugabwehrrakete für den Absturz verantwortlich.
Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitierte ranghohe aserbaidschanische Staatsvertreter, die bestätigten, dass das Flugzeug über russischem Gebiet von einer Rakete getroffen worden sei. Konkrete Namen der Informanten wurden jedoch nicht genannt. Auch das aserbaidschanische Nachrichtenportal caliber.az berief sich auf Regierungsquellen und berichtete, dass eine Flugabwehrrakete des Typs Panzir S die Maschine beim Anflug auf Grosny im Nordkaukasus beschädigt habe.
Erste Hinweise deuten laut einem US-Regierungsvertreter darauf hin, dass ein russisches Flugabwehrsystem das in Kasachstan abgestürzte Passagierflugzeug von Aserbaidschan Airlines getroffen haben könnte. Dies berichteten unter anderem die Sender CNN und ABC News unter Berufung auf den Beamten. Das Weiße Haus verwies jedoch auch auf Personal in der Region, da die Ermittlungen noch andauerten.
Der Kreml warnte unterdessen vor voreiligen Schlüssen. Sprecher Dmitri Peskow sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass, „es wäre falsch, eine Hypothese aufzustellen, bevor die Schlussfolgerungen der Untersuchung vorliegen“.
Notlandung verweigert
Laut caliber.az baten die Piloten der Embraer 190 verzweifelt um eine Notlandung auf den Flughäfen Mineralnye Wody oder Machatschkala. Diese Bitte blieb jedoch unerfüllt. So entschied sich die Crew, die stark beschädigte Maschine über das Kaspische Meer bis nach Aktau in Kasachstan zu fliegen. Doch bei dem Versuch, dort zu landen, kam es zur Katastrophe.

Schrapnellspuren an der Maschine
Von den insgesamt 67 Menschen an Bord überlebten 29 den Absturz. 38 Menschen, darunter auch Crewmitglieder, verloren ihr Leben. Fotos vom Wrack des Flugzeugs, insbesondere des Heckteils, zeigen deutliche Schäden, die laut Experten auf Einschlaglöcher durch Schrapnell von Flugabwehrwaffen hindeuten könnten.
Kasachische Behörden bestätigten, dass die Flugschreiber der Embraer 190 gefunden wurden. Diese sollen nun zur Klärung der genauen Absturzursache ausgewertet werden.
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