Ausnahmezustand im Iran: Videos zeigen brennende Moschee – Mullah-Regime blockiert Zugang zum Internet
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Die Unruhen im Iran gehen auch am Samstag weiter. Videos zeigen Menschenmassen, die gegen das Mullah-Regime protestieren. Moscheen sollen brennen. Das Regime blockiert wegen der Massenproteste seit fast zwei Tagen das Internet, zudem sollen bereits 200 Menschen wegen des harten Vorgehens gegen die Demonstranten gestorben sein. Trotzdem flachen die Proteste nicht ab – die Menschen geben nicht auf.
Am Freitag und Samstag haben erneut Menschenmassen in verschiedenen Großstädten des Iran gegen das herrschende Mullah-Regime protestiert. Demonstrationen fanden unter anderem in den Millionenmetropolen Teheran und Maschhad statt. Videos in den sozialen Medien zeigen Menschenansammlungen an zentralen Plätzen. Seit Tagen wird im Iran lautstark gegen das Regime demonstriert, immer wieder kommt es zu Parolen wie „Tod Chamenei“ oder „Tod der Islamischen Republik“.

Bilder aus Teheran am Freitagabend: Tausende Menschen waren auf den Straßen
Auch Banken sollen brennen
Das Regime ließ am Freitag über den Bürgermeister von Teheran, Aliresa Sakani, verlautbaren, dass bei den Demonstrationen mittlerweile über 50 Banken und staatliche Gebäude sowie über 30 Moscheen angezündet worden seien.

Demonstranten am Freitagabend, Barrikaden brannten.
Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete am Morgen auf X: „Es ist jetzt 8:00 Uhr (Ortszeit) morgens im #Iran, wo nach einer weiteren Nacht voller Proteste, die mit Repressionen beantwortet wurden, die Sonne aufgeht. Messungen zeigen, dass die landesweite Internet-Sperre seit 36 Stunden andauert und die Möglichkeiten der Iraner, sich über die Sicherheit ihrer Freunde und Angehörigen zu informieren, stark einschränkt.“
Mullahs wollen Berichterstattung verhindern
Mit der Internetsperre soll es Demonstranten erschwert werden, die Proteste zu organisieren, zudem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Unruhen und Repressalien unterdrückt werden.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich zuletzt dennoch mehrere Aufnahmen, die Proteste vor brennenden Moscheen und staatlichen Gebäuden zeigen sollen. Besonders stark geteilt wurde ein Video, das jubelnde Menschen vor der in Flammen stehenden Al-Rasool-Moschee in Teheran zeigen soll.
Die gegenwärtigen Proteste richten sich offen gegen das Mullah-Regime und die religiös begründeten Einschränkungen des Alltagslebens. Das Regime geht offenbar mit massiver Gewalt gegen die Proteste vor. Im Time Magazine schildert ein Augenzeuge, dass bereits 200 Demonstranten allein in den sechs Krankenhäusern der Hauptstadt Teheran gestorben seien. Andere Quellen sprechen von 65 Todesfällen im Zusammenhang mit den Unruhen.
Mehr lesen: Heimat-Parole prägt Proteste im Iran: Warum „Javid Schah“ die Kraft besitzt, das Regime zu Fall zu bringen
Die Regierungen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien äußerten sich in den vergangenen Tagen kritisch zum Vorgehen des Mullah-Regimes und forderten ein Ende der Gewalt gegen Demonstranten. Zugleich mahnten sie die iranischen Behörden, Zurückhaltung zu üben und die Grundrechte der Bevölkerung zu respektieren.
Bereits zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump zu Wort gemeldet und die Mullahs aufgefordert, keine Gewalt gegen friedliche Proteste einzusetzen. Irans geistliches Oberhaupt Ali Chamenei reagierte darauf mit scharfen Drohungen, die im iranischen Staatsfernsehen verbreitet wurden.
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