Clan-Kriminalität außer Kontrolle: Schweden schickt das Militär in die Städte
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Die Bandenkriminalität in Schweden hat ein derart dramatisches Ausmaß erreicht, dass der Regierungschef nun einen Militäreinsatz erwägt. Ministerpräsident Ulf Kristersson kündigte an, die Möglichkeiten eines solchen Vorgehens zu prüfen.
Nach den jüngsten mutmaßlichen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden kriminellen Banden in Schweden, in deren Verlauf drei Menschen getötet wurden, zeigt sich Ministerpräsident Ulf Kristersson erschüttert. Nun will er das Militär um Hilfe bitten.
In seiner am Donnerstag im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation betonte Kristersson die Entschlossenheit seiner Regierung, gegen die wachsende Bandenkriminalität vorzugehen. „Wir werden die Gangs jagen, besiegen und sie vor Gericht bringen“, erklärte der konservative Regierungschef. „Diese gewissenlosen Mörder werden nicht aufhören, aufeinander und auf andere zu schießen, bis wir sie stoppen.“ Schwedische Staatsbürger, die sich an solchen Verbrechen beteiligen, sollen mit langen Haftstrafen rechnen. Ausländische Staatsbürger hingegen könnten zusätzlich ausgewiesen werden.
Die Gewalt in Schweden, insbesondere Schießereien und Explosionen, hat in den letzten Jahren zugenommen. Allein in diesem Monat gab es zahlreiche Todesopfer durch Schießereien und eine Explosion, bei der eine junge Frau starb. Ein interner Konflikt im kriminellen Foxtrot-Netzwerk könnte eine der Ursachen für die Eskalation sein.

Schweden wird von einer Welle der Gewalt erschüttert.
Kristersson kritisierte die bisherige Politik scharf. Er nannte sie naiv und machte sie maßgeblich für die aktuelle Situation verantwortlich.
Er betonte, dass eine „verantwortungslose Einwanderungspolitik und eine gescheiterte Integration“ zu dieser Krise geführt haben. Kriminelle Banden profitieren von Ausgrenzung und Parallelgesellschaften, in denen sie junge Menschen rekrutieren und zu Mördern ausbilden können.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, so Kristersson in seiner Ansprache, plane die Regierung, sowohl die Migrations- als auch die Kriminalpolitik zu überarbeiten. Es sollen vermehrt Jugendgefängnisse gebaut werden, um junge Straftäter von Erwachsenen zu trennen. Zudem betonte er, wie wichtig es sei, dass alle Kinder in sozial benachteiligten Gebieten Schwedisch lernen.
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