Das gefährlichste Latschen-Volk der Welt: Huthis beschießen norwegischen Tanker vor Jemen
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Huthi-Rebellen im Jemen haben ein Handelsschiff, das sich im südlichen Roten Meer befand, mit einem Marschflugkörper beschossen und es getroffen. Das bestätigte das US-Militär. Doch wer sind eigentlich die Huthis?
Gemäß des zuständigen Regionalkommandos der USA für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien wurde das norwegische Schiff beschädigt und es brach an Bord ein Feuer aus. Es wurden jedoch keine Opfer gemeldet. Dieser Vorfall ist die neueste Gewalttat der von Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen, die Raketen und Drohnen gegen Schiffe in der Region abfeuern, um ihre Unterstützung für die Hamas im Krieg mit Israel zu zeigen.

Mitte November kaperten Huthi-Kommandos das Schiff Galaxy Leader, das unter der Flagge der Bahamas fuhr, während es im Roten Meer unterwegs war. Sie behaupteten, dass das Schiff mit Israel in Verbindung stünde. Das Schiff und seine multinationalen Besatzungsmitglieder befinden sich gegenwärtig im Hafen von Hodeida im Jemen. Dorthin wurden sie nach der Kaperung gebracht.

Der Tanker „STRINDA“ wird von Huthi-Booten eskortiert.
Am Montag bestätigte ein US-Beamter dem Sender ABC News, dass der Marschflugkörper, der von Gebieten im Jemen unter Kontrolle der Huthis abgefeuert wurde, das norwegische Handelsschiff „STRINDA“ traf. Zum Zeitpunkt des Aufpralls befand es sich etwa 60 Seemeilen nördlich der Bab-al-Mandab-Straße, einer schmalen Meerenge zwischen Jemen und der Nordostküste Afrikas.
Ende Oktober hatten militante jemenitische Huthis den Abschuss einer Kamikaze-Drohne auf die israelische Stadt Eilat bestätigt. Zuvor fing ein US-Zerstörer zwei jemenitische Raketen ab, die auf Israel abgefeuert wurden.

Der Huthi-Pressesprecher verkündet den Angriff auf das norwegische Schiff.
Doch wer sind die Huthis?
Die Huthi-Rebellen, auch bekannt als Ansar Allah („Anhänger Gottes“), sind eine politisch-militärische Gruppierung im Jemen, die seit mehreren Jahren eine Schlüsselrolle im jemenitischen Bürgerkrieg spielt. Ihre Geschichte, Ziele und Beziehungen, insbesondere zum Iran, sind komplex und von regionalen Machtgefügen geprägt.
Die Huthis entstammen hauptsächlich dem Zaiditentum, einer Schia-Islam-Ausrichtung, die im Jemen weit verbreitet ist. Die Zaiditen haben eine lange Geschichte im Jemen und waren über Jahrhunderte die herrschende Klasse in großen Teilen des Landes. Die Huthi-Bewegung entstand in den 1990er Jahren als religiöse und kulturelle Bewegung, die gegen die Ausbreitung des sunnitischen Islams und die damit verbundene Diskriminierung der Zaiditen vorging.
Die Ziele der Huthi-Rebellen sind klar: Wiederherstellung ihrer politischen und religiösen Rechte und Aufhebung der angeblichen Diskriminierung im Jemen. Huthi-Rebellen streben nach größerer Autonomie für ihre Region im Nordwesten des Landes und setzen sich für die Interessen der Zaiditen ein.
Im Laufe der Zeit haben sich ihre Ziele jedoch erweitert und umfassen nun auch politische Ambitionen, die über ihren ursprünglichen Fokus hinausgehen. Die jemenitische Zentralregierung wird von ihnen als korrupt und von ausländischen Mächten, insbesondere Saudi-Arabien und den USA, beeinflusst betrachtet. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2014 haben die Huthi-Rebellen bedeutende militärische Erfolge erzielt und kontrollieren heute große Teile des Nordjemens, einschließlich der Hauptstadt Sanaa. Es besteht eine enge Verbindung zwischen den Huthi-Rebellen und dem Iran, einem wichtigen Akteur in der Region und einer Schutzmacht des schiitischen Islams.

Die Feinde der Huthis sind die Saudis, die USA, Israel und jeder weitere Gegner des iranischen Mullahregimes.
Der Iran versorgt die Huthis im Jemen mit Waffen, Schulungen und finanziellem Support, um seine Präsenz im Nahen Osten zu stärken und seinen regionalen Rivalen, primär Saudi-Arabien, entgegenzuwirken. Diese Unterstützung hat den Jemenkonflikt zu einem Stellvertreterkrieg in einem größeren regionalen Machtkampf gemacht.
Die Huthis setzen ihre militärischen Operationen fort und haben Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und neuerdings auch Israel durchgeführt, wodurch die regionale Sicherheitslage weiter verschärft wurde.
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