Der Krebs und die Krone: Das Drama um Kate und Charles
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Diese 140 Sekunden haben die Welt für einen Moment still stehen lassen: Kate, Princess of Wales, Ehefrau des britischen Kronprinzen, Sympathieträgerin einer ganzen Nation, geborene Middleton, sitzt alleine auf einer Parkbank verkündet, was niemandem zu wünschen ist.
„Im Januar unterzog ich mich in London einer größeren Bauchoperation. Damals ging man davon aus, dass ich nicht an Krebs erkrankt sei. Die Operation war erfolgreich. Bei den Untersuchungen nach der Operation wurde jedoch festgestellt, dass ich Krebs habe. Mein medizinisches Team riet mir daher zu einer vorbeugenden Chemotherapie und ich befinde mich jetzt in der Anfangsphase dieser Behandlung.“
Man muss das Video gesehen haben, um zu verstehen, was Kate und ihre gesamte Familie gerade durchmachen. Hier ist es.
Kate erklärt, dass es Kraft gekostet habe, um den Schock zu verarbeiten. Und für ihre Kinder da zu sein: „Vor allem aber haben wir Zeit gebraucht, um George, Charlotte und Louis alles so zu erklären, dass sie es verstehen – und um ihnen zu versichern, dass ich wieder gesund werde.“
Ihr Schicksal ist für sich genommen schon ein Drama: Die wunderschöne Prinzessin, plötzlich schwer krank und niemand weiß, wie die Geschichte endet. Aber die Botschaft ist bereits die zweite Schreckensnachricht innerhalb von wenigen Wochen aus dem britischen Königshaus.
Der Krebs und die Krone – es ist ein Drama über mehrere Generationen.

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Am 5. Februar um Punkt 19.00 Uhr hat der Buckingham Palace ein Statement veröffentlicht: Der König hat Krebs. Charles III. hatte 74 Jahre darauf gewartet, den Thron zu besteigen – um kein Jahr später die Schock-Diagnose zu erhalten. „Während der jüngsten Krankenhausbehandlung des Königs wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung wurde ein anderes Problem festgestellt, das Anlass zur Sorge gibt“, hieß es am 5. Februar. Und weiter: „Nachfolgende diagnostische Tests haben eine Form von Krebs festgestellt. Seine Majestät hat heute ein Programm regelmäßiger Behandlungen begonnen. Die Ärzte haben ihm geraten, während dieser Zeit keine öffentlichen Aufgaben wahrzunehmen.“
Im Zentrum des Dramas steht jetzt William. Der britische Kronprinz bangt um Ehefrau Kate und Papa Charles – und muss gleichzeitig für die drei Kinder da sein. Dazu kommen die königlichen Pflichten. Man kann nur erahnen, was in ihm vorgeht. Bilder zeigen: Der Kronprinz hat abgenommen. In unbeobachten Momenten ahnt man seine Sorgen. Aber er ist fest für seine Familie da – ein Sohn, auf den Diana stolz gewesen wäre.
Während aus aller Welt emotionale Botschaften und herzliche Genesungswünsche die Royals erreichen, kommt die wohl nüchternste Nachricht ausgerechnet von Williams Bruder. Harry und Meghan meldeten sich wie folgt zu Wort: „Wir wünschen Kate und der Familie Gesundheit und Heilung und hoffen, dass sie dies privat und in Frieden tun können.“ Mehr nicht. Ein nüchterner Satz, der zwar mit dem Wort „Wir“ beginnt, aber eigentlich ist kein „Wir“ mehr zu erkennen in diesen Zeilen, was die Beziehung der beiden Brüder betrifft.

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Dabei müsste Harry vielleicht am ehesten ahnen, wie es in William aussieht: Die Verlust-Erfahrung der Mutter am 31. August 1997 verbindet die beiden auf ewig. Aber der Tod von Lady Di war in diesem Drama nur der Auftakt für eine lange Leidenszeit – während die Welt weiter auf ein Happy End wartet …
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