„Diktator Xi“: Spannungen mit China nach Baerbocks Äußerungen im US-Fernsehen
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Die Beziehungen zwischen Deutschland und China sind nach jüngsten Äußerungen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) angespannt. Im Interview mit dem US-Sender Fox News hatte Baerbock den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping als „Diktator“ bezeichnet. Die Bemerkung sorgt in China für Empörung.
Das chinesische Außenministerium reagierte mit großem Missfallen auf Äußerungen, die Ministerin Baerbock am vergangenen Donnerstag im US-Fernsehen gemacht hatte. Übersetzt aus dem Englischen sagte Baerbock dort: „Wenn Putin diesen Krieg gewinnen würde, was wäre das für ein Zeichen für andere Diktatoren auf der Welt, wie Xi, wie den chinesischen Präsidenten? Deshalb muss die Ukraine diesen Krieg gewinnen.“

Mao Ning, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums.
Ankündigung diplomatischer Schritte gegen Deutschland
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, bezeichnete Baerbocks Aussage als „extrem absurd“. Sie fügte hinzu, Baerbocks Äußerungen seien „eine schwere Verletzung der politischen Würde Chinas und eine offene politische Provokation“. Das Ministerium drückte seine tiefe Unzufriedenheit aus und kündigte an, diplomatische Schritte gegenüber Deutschland zu unternehmen.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und China sind kompliziert: Im Juli legte die Bundesregierung Leitlinien für den Umgang mit China fest. Nach langen internen Debatten wurde eine China-Strategie verabschiedet. Ziel dieser Strategie ist es, die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit China zu intensivieren, ohne deutsche Werte und Interessen zu kompromittieren. China ist für Deutschland ein bedeutender Handelspartner.

Bundesaußenministerin Baerbock (Grüne) im Interview mit Fox-Chefmoderator Bret Baier.
Baerbock hatte die Beziehung zu China in diesem Zusammenhang als eine Mischung aus „Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale“ beschrieben. Sie betonte, dass der Aspekt des „systemischen Rivalen“ in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Die Ministerin äußerte den Wunsch, dass Deutschland in seiner Beziehung zu China „realistisch, aber nicht naiv“ agieren solle.
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