„Ein Mann hat Benzin ausgeleert und sich angezündet“: Schweizer Linienbus in Flammen – 6 Tote, 3 Schwerverletzte
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In einem Linienbus ist es am Dienstag in der Schweiz zu einer verheerenden Feuerkatastrophe gekommen – sehr vieles spricht für einen Selbstmord-Anschlag. Eine Person habe wahrscheinlich „vorsätzlich ein Feuer ausgelöst“, so die Polizei im Kanton Freiburg. Sechs Menschen kamen bei dem Brand ums Leben, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. Drei der Verletzten schwebten am Abend noch in Lebensgefahr.
Laut Schweizer Blick schlugen die Flammen aus dem Linienbus mehrere Meter hoch. Die Rauchsäule sei kilometerweit zu sehen gewesen. Federn von zerstörten Daunenjacken flogen Berichten zufolge durch die Luft. Die Umstehenden seien vollkommen entsetzt gewesen. Als die Feuerwehr eintraf, war der Bus bereits vollständig ausgebrannt.
Bei einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag erklärte Manuela Spicher, Leiterin der Sanitätszentrale 144 Freiburg-Jura: „Die Rettungskette hat sehr gut funktioniert“. Danach sprach Philippe Allain, Kommandant der Kantonspolizei. Dieser erklärte, dass ein Notruf einging, dass Menschen „brennend“ aus dem Bus stiegen. „In der Nacht wurde die Zone abgesperrt, um dafür zu sorgen, dass die Würde der Opfer erhalten bleibt.“
Die Identifikation der Opfer sei zeitaufwändig, erklärte Allain: „Einen Toten formell zu identifizieren, erfordert Zeit. Wir werden diese Informationen wahrscheinlich am Nachmittag vorliegen haben.“
Laut den Ermittlern sei der Täter ein Schweizer Staatsbürger, wohnhaft in Bern, gewesen sein. Die Person wurde zuvor von ihrer Familie als „vermisst“ gemeldet worden.
Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin erklärte zum Täter: „Er wird als eine Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte und gestört war.“ Bei der Suche nach einem Motiv werden nun auch die Sozialen Medien des Täters durchsucht. Der Täter soll etwas 60 Jahre alt sein.
Bilder der Katastrophe und das Statement der Polizei und des Schweizer Bundespräsidenten Parmelin:

Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch aus dem Bus.
„Er hat sich drinnen selbst angezündet“
Blick berichtet, dass in einem Video ein Mann gefragt wird, was passiert sei. Er habe auf Albanisch geantwortet: „Ein Mann hat sich selbst drinnen angezündet.“ Und weiter: „Er hat Benzin ausgeleert und sich selbst angezündet!“ Weitere Augenzeugen berichten laut Blick das Gleiche. Die Aussagen wurden von der Polizei noch nicht bestätigt.
„Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, teilte die Polizei jedoch am späten Abend mit. „Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.“

Das Feuer brach kurz vor der Endstation aus.

Im brennenden Bus müssen sich furchtbare Szenen abgespielt haben: 6 Menschen starben, drei weitere Fahrgäste schweben noch in Lebensgefahr, auch ein Sanitäter wurde verletzt.
War es ein Terroranschlag?
Der Brand sei kurz vor der Endstation in der Ortschaft Kerzers im Kanton Freiburg ausgebrochen. Bei einer vorherigen Pressekonferenz wurde die Polizei gefragt, ob es sich um einen Terroranschlag handeln könnte. Dazu könnte noch nichts gesagt werden, antwortete der Sprecher.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin erklärte: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“ Die Hintergründe des Vorfalls würden nun geklärt. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Und ich denke an die Verletzten und die Rettungskräfte.“

Das Wrack des Busses. Was genau passiert ist, wird zurzeit mit Hochdruck ermittelt.
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