Er bemängelte die Sicherheit von Flugzeugen: Boeing-Whistleblower kurz vor Gerichtstermin tot aufgefunden
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- John Barnett, ein langjähriger Boeing-Mitarbeiter und Whistleblower, wurde tot in seinem Auto aufgefunden, offiziell als Selbstmord eingestuft.
- Barnett kritisierte die Sicherheitsstandards und Produktionsqualität bei Boeing, insbesondere beim 787 Dreamliner und nach den Abstürzen der 737 MAX.
- Seine Anwälte äußerten sich schockiert über seinen Tod und betonten seine positiven Erwartungen zum Ausgang seiner Klage.
John Barnett, der über 30 Jahre für Boeing arbeitete und zuletzt für die Qualitätskontrolle in der Fabrik im US-Bundesstaat South Carolina zuständig war, hat zum Ende seines Lebens schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber erhoben. Sein Engagement für Sicherheit und Qualität führte zu einer Klage wegen unrechtmäßiger Vergeltung durch Boeing, nachdem er Probleme öffentlich gemacht hatte.

Rückblick 2019: Wegen Produktionsmängeln stürzten zwei Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max ab. Der damalige Boeing-Chef Dennis Muilenburg musste im Transportausschuss der USA zum Rapport und die Katastrophen erklären.
Trotz der offiziellen Annahme eines Selbstmords durch eine Schussverletzung bleiben Fragen offen. Barnett, der Sicherheitsprobleme beim Boeing 787 Dreamliner kritisierte, sah sich einem feindlichen Arbeitsumfeld und Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt.

Mehr als 30 Jahre arbeitete John Barnett für Boeing.
Er kritisierte auch angebliche Kürzungen im Konzern auf Kosten von Sicherheit und Qualität, einschließlich der Verwendung minderwertiger Teile und der Installation fehleranfälliger Sauerstoffmasken.

Am 5. Januar 2024 brach ein Rumpfteil während des Fluges aus einer Boeing 737, was zu einer unkontrollierten Dekompression des Flugzeugs führte.
Der Tod von John Barnett – nur wenige Tage nach seiner intensiven Befragung durch Anwälte und kurz vor seinem nächsten Gerichtstermin – hinterlässt eine Lücke in der Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Boeing. Der 62-Jährige starb laut Behördenangaben an „selbst zugefügten Schussverletzungen“ in seinem Auto auf einem Hotelparkplatz.
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Philippe Fischer
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