EU-Kommission schaltet Klimaanlagen für Mitarbeiter ab: Nur die Chef-Etagen werden noch gekühlt
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In der Brüsseler EU-Zentrale wird es heiß – aber offenbar nicht für alle gleichermaßen. Während Europa unter einer Hitzewelle leidet, schaltete die Europäische Kommission am Freitag die Klimaanlage in Teilen ihres Hauptgebäudes ab. Betroffen waren ausgerechnet die unteren Etagen des Berlaymont-Gebäudes – also jene Stockwerke, in denen ein großer Teil der Mitarbeiter sitzt.
Nach Berichten von Bild und der Berliner Zeitung erhielten rund 3000 Beschäftigte mittags eine interne Nachricht auf ihre Diensthandys. Darin hieß es, das Kühlsystem von Stockwerk 1 bis 7 werde wegen „extremer Wetterbedingungen“ für den Rest des Tages zwangsweise abgeschaltet.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war von der Klima-Abschaltung nicht betroffen.
Pikant: In den oberen Etagen lief die Klimaanlage offenbar weiter. Dort sitzen unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die meisten EU-Kommissare. Von der Leyen arbeitet im 13. Stock des Gebäudes, viele Kommissare haben ihre Büros ab dem achten Stockwerk aufwärts. Genau diese Bereiche waren von der Abschaltung offenbar nicht betroffen.
Mitarbeiter müssen schwitzen
Unter Mitarbeitern sorgte das für deutlichen Ärger. Ein Beschäftigter aus den unteren Etagen sagte gegenüber Politico: „Das ist wie Feudalismus.“ Ein anderer nannte die Situation eine „Schande“. Selbst ein Mitarbeiter aus dem achten Stock berichtete demnach, dass es trotz funktionierender Klimaanlage in seinem Büro noch 25,7 Grad warm gewesen sei.

Das Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel
Zusätzlichen Unmut lösten offenbar auch die Hitzetipps der Kommission aus. Den Beschäftigten war geraten worden, die heißesten Stunden des Tages zu meiden, regelmäßig Wasser zu trinken und früher mit der Arbeit zu beginnen. Für Mitarbeiter in Büros ohne funktionierende Kühlung klangen diese Ratschläge offenbar wenig hilfreich.
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