USA: 450 Jahre Gefängnis für Antifa-Terroristen
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Nach Protesten gegen ein Abschiebezentrum der US-Einwanderungsbehörde ICE in Texas hat ein Gericht acht mutmaßliche Antifa-Mitglieder zu sehr hohen Haftstrafen verurteilt. Insgesamt summieren sich die Strafen auf rund 450 Jahre Gefängnis.
Die Staatsanwaltschaft wertete die Aktion vor der ICE-Einrichtung nahe Dallas am 4. Juli 2025 als „terroristischen Angriff“. Die höchste Einzelstrafe erhielt Benjamin S., den das Gericht als Anführer der Gruppe einstufte. Er wurde wegen versuchten Mordes an einem Vollzugsbeamten zu 100 Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung der Geschworenen schoss er dem Beamten in den Hals. Der Mann überlebte den Angriff.
„Deutliches Signal an Antifa-Terroristen“
Die weiteren Angeklagten erhielten Freiheitsstrafen zwischen 30 und 70 Jahren. Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, Feuerwerkskörper vor der Einrichtung gezündet und den Tätern „materielle Unterstützung“ geleistet zu haben.

Anti-ICE-Demonstranten versuchtem im Januar dieses Jahres Abschiebungen in Minneapolis zu verhindern.
Die Urteile sind die ersten ihrer Art, seit Präsident Donald Trump die Antifa im vergangenen Jahr als Terrororganisation einstufen ließ. Trump macht die Antifa auch für die Tötung des Podcasters Charlie Kirk verantwortlich.
Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche sprach von einem deutlichen Signal. „Antifa-Terroristen“, die Sicherheitskräfte und Bundesgebäude angreifen, müssten mit einer schnellen und unerbittlichen Justiz rechnen, erklärte der frühere Trump-Anwalt.
Verteidigung: nur eine „Gruppe von Kindern“
Die Verteidigung widersprach dieser Darstellung entschieden. Anwalt Philip Hayes bezeichnete die Verurteilten nicht als Terroristen, sondern als „eine Gruppe von Kindern und jungen Erwachsenen“, deren Stimme gehört werden sollte. Niemand habe die Absicht gehabt, jemanden zu verletzen.

Renee Good wurde am 7. Januar 2026 bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis von einem Beamten in ihrem Auto erschossen.
Das Verfahren gilt als Modellfall für das verschärfte Vorgehen der US-Justiz gegen mutmaßliche Antifa-Strukturen. Nach Protesten gegen Abschieberazzien in Minneapolis ermittelt die Bundesjustiz inzwischen auch gegen weitere Verdächtige wegen möglicher Verbindungen zur Antifa. In Minneapolis waren zu Jahresbeginn zwei US-Bürger bei Einsätzen von Vollzugsbeamten getötet worden. Die Ereignisse setzten die Trump-Regierung unter Druck, Anfang März trennte sich Trump von Heimatschutzministerin Kristi Noem.
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