Familienvater (39) vor Sohn (12) hingerichtet: Dieser Fall zeigt, wie brutal die Migration das beschauliche Schweden verändert hat
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Es ist ein Fall, der aktuell ganz Schweden schockiert – und sinnbildlich ist für die Entwicklung des nordeuropäischen Landes, das sich in den letzten Jahren massiv verändert hat: Als der 39-jährige Mikael Janicki am 10. April zusammen mit seinem zwölfjährigen Sohn auf dem Weg zum Schwimmbad in Stockholm-Skärholmen ist, weiß er nicht, dass dies sein letzter Ausflug sein wird. In einer Unterführung treffen Vater und Sohn, die auf Fahrrädern unterwegs sind, auf eine Jugendbande. Es kommt zu Wortgefechten und Rangeleien. Am Ende wird dem 39-jährigen Vater ins Gesicht geschossen, er verstirbt wenig später im Krankenhaus.
Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft zwei Männer festgenommen. Dabei handelt es sich um einen 18- und einen 19-Jährigen, die im Verdacht stehen, die Spuren der Tat im Nachgang vertuscht zu haben. Die beiden Männer haben Migrationshintergrund und sollen nach Schweden als Flüchtlinge eingereist sein. Auf sozialen Medien kursiert zudem ein drittes Foto eines 29-Jährigen, bei dem es sich um den Tatverdächtigen handeln soll, der Abdullah mit Vornamen heißen soll und der auf dem Foto mit einer Waffe posiert. Er soll ebenfalls als Migrant nach Schweden eingereist sein. Die Staatsanwaltschaft dementiert bisher, dass er festgenommen worden sein soll, verneinte aber grundsätzlich nicht, dass er der Tatverdächtige sein könnte.
Große Solidarität und stille Wut
Der Fall Janicki treibt seit Tagen zahlreiche Bürger Schwedens auf die Straßen. Bereits am vergangenen Donnerstag versammelten sich hunderte Menschen am Ort der Tötung, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Der schwedische Premierminister, Ulf Kristersson, kündigte seine Ankunft am Tatort an. Er wolle auf diese Weise „den Menschen Mut machen“, schrieb er auf X. Am Samstag fand ein Gedenkgottesdienst für Mikael Janicki statt. Zahlreiche polnische und polnischstämmige Menschen nahmen daran teil. Wie SVT berichtet, kritisieren viele der Menschen, die sich an Demonstrationen und Gedenkzeremonien beteiligten, dass Schweden durch überbordende Ganggewalt in den Städten inzwischen zu einem unsicheren Land geworden ist.

Der schwedische Premierminister, Ulf Kristersson, kündigte an, den Tatort zu besuchen.
Janicki, der polnische Wurzeln hatte, aber keine Staatsbürgerschaft besaß, soll dabei in der Vergangenheit immer wieder als Kritiker aufgetreten sein, der die Veränderung in der Nachbarschaft Skärholmens angeprangert hat. Wie die Portale Aftonbladet und SVT berichten, kontaktierte der 39-jährige Vater in der Vergangenheit mehrfach die Polizei wegen Jugendgruppen, die mit Drogen handelten. Die Medien betonen, dass seine Motivation daher rührte, dass er „nicht wollte, dass sein Sohn in einem solchen Umfeld aufwächst“.
Vorsitzender der Schwedendemokraten kündigt „Krieg“ gegen Ganggewalt an
Jimmie Åkesson, der Vorsitzende der rechten Schwedendemokraten, forderte einen „umfassenden Krieg“ gegen kriminelle Banden. Åkesson teilte mit: „Aus politischer Sicht sind ich und die Schwedendemokraten bereit, grundsätzlich alles zu tun, um sicherzustellen, dass das, was in Skärholmen passiert ist, nicht noch einmal passiert“, schrieb Åkesson auf der Plattform X. „Dummes Gerede über Kriminalpräventionszentren sollte sofort in den Müll geworfen werden.“ Es reiche nicht aus, Plattitüden zu wiederholen, sondern „es ist an der Zeit, dass Schweden jedem Mitglied dieser kriminellen Banden den offenen Krieg erklärt.“

Zahlreiche Menschen versammeln sich am Tatort.
Skärholmen, ein Vorstadtbezirk Stockholms mit hohem migrantischen Anteil, wurde in letzter Zeit mehrfach von Schießereien heimgesucht. Am 1. März wurde ein Mann dort erschossen; am 13. März ein weiterer bei einer Schießerei schwer verletzt. Die Tötung vom vergangenen Mittwoch ist insgesamt die elfte Schießerei mit tödlichen Folgen im laufenden Jahr. Laut Statistik kam es im Jahr 2022 in ganz Schweden zu 391 Schießereien, bei denen 62 Menschen starben. In der schwedischen Öffentlichkeit wurde zuletzt der Einsatz des Militärs im Inland diskutiert, um die Gewalt in Vorstädten zu stoppen.
Auch die BBC hat vergangenes Jahr berichtet, dass sich Schweden in den letzten Jahren zu einem europäischen Hotspot für Bandenschießereien und Bombenanschläge entwickelt hat, was dem Image des Landes schadet. Die Gewalt breitet sich auch auf ruhigere Vororte und Städte aus und tötet jedes Jahr mehrere Dutzend Menschen. Die Regierung gibt zu, dass dies das Ergebnis der fehlerhaften Einwanderungspolitik ihrer Vorgänger ist.
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Jan A. Karon
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