Granatwerfer aus Iran, Sprengfallen aus Ägypten: Das geheime Waffenlager der Hamas
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Erstmals informieren die IDF (Israel Defence Forces) über die Waffen, mit der die Terrororganisation Hamas das Land am 7. Oktober angriff. In der Militärbasis Gulis im Emanuel Camp präsentierten die israelischen Verteidigungsstreitkräfte verschiedenes Kampfgerät, das von der Terrororganisation genutzt wurde, um israelische Zivilisten zu töten.
Insgesamt fand man bisher mehr als 2.000 Kalaschnikow-Gewehre, 1.000 Hand- und Mörsergranaten, 500 handbetriebene Granatwerfer mit 1.000 Granaten (RPG), etwa 500 Sprengfallen (IED), einige hundert Minen. All diese Waffen wurden an Gefechtsorten, in überfallenen Kibbuzen, Pick-Up-Trucks, geplünderten Häusern oder den Kämpfern selbst gefunden. Die meisten wurden in den Kibbuzen Be'eri, Nahal Oz und Kfar Aza entdeckt.
Der Großteil der Waffen sei dabei „homemade“ aus dem Gazastreifen. Doch die Streitkräfte fanden auch Waffen aus Nordkorea (etwa eine RPG F-7, die schon im Gaza-Krieg 2014 gefunden wurde), Ägypten (TC/6 Minen, ursprünglich aus Italien) und Iran (M2 60mm Mörsergranate, 2018 produziert).

Eine Rakete der Al-Qassam-Brigaden.
Viele der Waffen seien selbstgemacht und improvisiert, doch unter der Kampfausrüstung waren auch RPG-Raketen aus den 1980er-Jahren von der Sowjetunion, die heute im Bestand zahlreicher Terrororganisationen sind. Vereinzelt seien auch technologisch höherwertige Waffen vorhanden, etwa Sprengfallen mit Magnetvorrichtungen, die an privaten Autos oder Türen angebracht werden können.
„Besonders überrascht hat uns die schiere Menge an Waffen. Sie kamen in voller Montur, einer ganzen Palette von Waffen, medizinischer Ausrüstung, Essen, Munition“, heißt es von Seiten eines IDF-Soldaten. Dies lege den Schluss nahe, dass einige der Hamas-Terroristen offenkundig planten, Kibbuze zu besetzen und längere Zeit vor Ort zu bleiben.
Viele der Waffen wurden gezielt gegen Zivilisten genutzt, so der IDF. Im Kibbuz Be'eri wurden etwa Aersol-Bomben (via RPG29) eingesetzt, mit denen Häuser in Brand gesetzt wurden, in denen Menschen am lebendigen Leib verbrannten. Ebenfalls auffällig: die arbeitsteilige Vorgehensweise von Hamas, die teilweise mit Pick-Up-Trucks und Autos vorrückte, in denen bestimmte Bestände bestimmter Waffen vorrätig waren, um diese nach der Invasion zu verteilen und gezielt nutzen zu können.
Der Großteil der gefundenen Waffen wurden vom IDF zerstört. Doch noch immer rücken Sprengstoffexperten und IDF-Truppen im Grenzgebiet aus, um mögliche „boobytrap“-Sprengfallen zu entschärfen, Munition und Waffen zu beschlagnahmen.
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Jan A. Karon
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