Hooligans gegen Palästina-Demonstranten: Droht am Wochenende eine Schlacht in London?
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Es könnte ein Wochenende der Verwüstung in London werden. Die angekündigten pro-palästinensischen Demonstrationen in der Londoner Innenstadt könnten durch rechtsextreme Hooligans gestört werden.
Die britische Polizei befürchtet, dass beide Gruppen zusammenstoßen könnten. Am Samstag wird im Vereinigten Königreich der Tag des Waffenstillstands gefeiert.
Der Feiertag wird jährlich am zweiten Sonntag im November gefeiert, also dem Sonntag, der dem 11. November (Armistice Day) am nächsten liegt. Er soll an das Ende der Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg 1918 erinnern.
Doch in diesem Jahr könnte es zu Straßenschlachten kommen. Die Befürchtung scheint gerechtfertigt: Der Rechtsextremist Tommy Robinson hatte auf der Kurznachrichten-Plattform X seine Anhänger dazu aufgerufen, am Wochenende nach London zu kommen.
Robinson hat eine breite Anhängerschaft, die ihm folgt. Die Konsequenz: Viele dürften seinem Aufruf folgen.
Die Rechtsextremen würden, wenn sie denn wirklich kommen, auf über 70.000 pro-palästinensischen Demonstranten treffen.

Unter dem Big Ben wurde in den vergangenen Wochen immer wieder gegen Israel, für Palästina demonstriert.
Die Polizei scheint mit der Situation überfordert und verzweifelt zu sein. Auf X wandte sich der Polizist Ade Adelekan von der Metropolitan Police an die pro-palästinensischen Demonstranten.
„Unsere Botschaft an die Organisatoren ist klar: Bitte, wir bitten Sie dringend zu überdenken. Es ist nicht angebracht, in diesem Moment in London Proteste abzuhalten.“

Die Londoner Polizei scheint verzweifelt.
Oliver Dowden, stellvertretender Premierminister, äußerte zu der Demonstration „ernsthafte Bedenken“.
Justizminister Alex Chalk forderte pro-palästinensische Gruppen auf, dem Aufruf der Met-Polizei Folge zu leisten, den Marsch zu verschieben, während Premierminister Rishi Sunak die Pläne als „provokativ und respektlos“ bezeichnete.
Der Rechtsextremist Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt, scheint jedoch fest entschlossen. Auf X schrieb er am Montag: „Samstag, 11.11.11, London, dein Land braucht dich!“.
In einem Schimpfvideo sprach Robinson von „einer Masse von Männern, die bereit sind, für ihr Land einzutreten“.
Jonathan Hall, der unabhängige Gutachter der Terrorgesetzgebung in Großbritannien, warnte davor, dass es angesichts der Demonstrationen gegen den Konflikt im Nahen Osten, rechtsextreme – wenn nicht sogar rechtsterroristische – Reaktionen geben könnte. Das klingt besorgniserregend.

Großbritanniens Premierminister Rishi Sunak hat bereits jetzt klargestellt, dass jede Schändung von Denkmälern oder Vorfälle von Rassenhass einen „Affront gegen die Öffentlichkeit“ darstellen würden.
Ob das wirklich helfen wird?
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