Iranische Drohnen schlagen nahe TUI-Kreuzfahrtschiffen ein: Tausende deutsche Touristen im Kriegsgebiet gefangen!
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Seit dem Wochenende herrscht Krieg im Nahen Osten. Nach gegenseitigen Angriffen zwischen Israel, den USA und dem Iran hat sich der Konflikt auf die Golfregion ausgeweitet. Explosionen und Luftangriffe wurden aus mehreren Emiraten gemeldet, große Teile des Luftraums sind gesperrt, tausende Flüge fallen aus. Dramatisch: Mitten in dieser Eskalation stranden tausende deutsche Kreuzfahrturlauber im Krisengebiet!
An Bord der „Mein Schiff 4“ von TUI Cruises sowie weiterer Schiffe in den Häfen von Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten herrschte am Sonntag teilweise fast panische Stimmung, wie Augenzeugen berichten. Eine Ausreise ist derzeit nicht möglich, betroffen sind zahlreiche Familien mit Kindern.
Schwarze Rauchsäulen zogen am Sonntagnachmittag über dem Hafen von Abu Dhabi auf, wie Bilder in den sozialen Medien zeigen, die offenbar eine Touristin vom Balkon der „Mein Schiff 4“ festhielt. Binnen kürzester Zeit verwandelte sich die Urlaubsregion in ein Kriegsgebiet, berichtet die Frau. Im Hafen Port Zayed kam es nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Emirate zu heftigen Einschlägen, bei denen zwei iranische Drohnen in ein Lagerhaus auf dem Marinestützpunkt Al Salam einschlugen und zwei Container in Brand setzten.

„Die Passagiere verlieren die Nerven“
„Wir erhielten gegen 16.30 Uhr einen Notfall-Alarm auf unsere Handys und sollten uns sofort im Theater des Schiffes versammeln“, sagte eine Passagierin gegenüber Bild. Ein weiterer Urlauber wird von Bild zitiert: „Es war ein lauter Knall in unmittelbarer Nähe.“ Der Mann weiter: „Die Crew hat uns angewiesen, ins Innere zu gehen, Fenster zu meiden und ruhig zu bleiben“, wird er von Bild zitiert.
Die Anspannung an Bord sei extrem hoch. „Viele Passagiere, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, verlieren langsam die Nerven: Panik, Weinen, Angst vor weiteren Einschlägen. Und niemand weiß, wie und wann wir hier rauskommen“, sagte die Urlauberin Bild.
Die „Mein Schiff 4“ ist Teil einer ganzen Flotte von Kreuzfahrtschiffen, die derzeit in Häfen der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars festliegen. Neben ihr liegt die „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises im Hafen von Doha. Auch die „MSC Euribia“ von MSC Cruises, die „Celestyal Discovery“ und „Celestyal Journey“ von Celestyal Cruises sowie die „Aroya“ von Aroya Cruises sind betroffen. Reedereien haben bereits Reisen abgesagt und arbeiten nach eigenen Angaben mit lokalen Behörden und internationalen Partnern zusammen, um die Sicherheit der Menschen an Bord zu gewährleisten.
Urlauber sollten sich an Bord „zusammenkauern“
Fest steht: Alle Schiffe müssen vorerst im Hafen bleiben, weil Flugverbindungen nicht möglich sind und eine Weiterfahrt durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen nicht infrage kommt. Nach Angaben von heute.at sitzen Tausende Kreuzfahrturlauber in der Region fest, weil Reisen abgesagt wurden und keine Rückkehr per Flugzeug möglich ist.

Die „Mein Schiff 4“ im Jahr 2024 im Hafen von Antigua
An Bord läuft grundsätzlich der normale Hotelbetrieb weiter, um die Versorgung sicherzustellen. Dennoch berichten Passagiere von restriktiven Maßnahmen: „Nach dem Raketeneinschlag hatte der Kapitän angeordnet, dass sich alle Passagiere im Innern des Schiffes zusammenkauern sollten“, wird ein Urlauber von Bild zitiert. Außendecks und Balkone seien weiterhin gesperrt.
Die Organisation auf der „Mein Schiff 4“ soll gut sein. „Die Managerin für Essen, Trinken, etc. bittet gerade die Familien, ihre Bedürfnisse an Pulver, Windeln usw. zu melden, um dann einen Vorrat für eine Woche an Bord kommen zu lassen. Dasselbe gilt anscheinend für Medikamente, die der Schiffsarzt nicht vorrätig hat“, erklärte eine Urlauberin gegenüber Bild.
TUI: Keine Prognose möglich
Doch: Wie es weitergeht, bleibt ungewiss. TUI Cruises erklärte, angesichts der dynamischen Lage sei keine zuverlässige Prognose möglich, und man sei auf Informationen der Airlines angewiesen, um zu klären, ob und wann Rückflüge stattfinden könnten. „Wir wissen, dass sich viele Angehörige aktuell um ihre Familienmitglieder und Freunde an Bord sorgen. Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität“, wird die Reederei von Bild zitiert. Bis einschließlich 2. März sind alle Abfahrten in der Region abgesagt, und auf der „Mein Schiff“-Webseite sind keine Orient-Reisen danach buchbar. Betroffene Gäste sollen den Reisepreis erstattet bekommen oder 10 Prozent Rabatt bei Umbuchung auf eine andere Reise erhalten.
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