Sie durfte in Paris nicht gezeigt werden: Iron Beam, Israels neue Wunderkanone
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Israels Rüstungskonzern Rafael (Hersteller vom Raketen-Abwehrsystem „Iron Dome“) hat eine Laserkanone entwickelt, die an den Film „Star Wars“ erinnert. Der „Iron Beam“ (eiserne Strahl) schickt hochenergetische Laser-Impulse Richtung Himmel, schmilzt damit die Metallhülle von Raketen oder Drohnen, um sie in wenigen Sekunden kampfunfähig zu machen. „Niemand außer uns hat so eine Waffe. Das ist eine bahnbrechende Technologie“, sagt Shlomo Toaff, Vizepräsident von Rafael zu Bild. „Ein Laser, so konzentriert und stark, dass er mit einem etwa daumendicken Strahl auf zehn Kilometer Entfernung punktgenau treffen kann, um feindliche Waffen unschädlich zu machen.“
Der Ausstellungsstand wurde in der Nacht mit Stellwänden verhängt
Rüstungskonzern Rafael wollte die neue Laserkanone vergangene Woche auf der Paris Air Show vorstellen – aber die französische Regierung ließ die Präsentation verbieten. Der Rafael-Stand wurde in der Nacht vor der Eröffnung mit schwarzen Stellwänden abgeschottet und von Polizisten bewacht – angeblich, weil Rafael auch „offensive“ Waffen vorstellen wollte. Das passe nicht zum „Konzept der Airshow“. Kritiker vermuten, Präsident Emmanuel Macron sei es darum gegangen, aus innenpolitischen Gründen ein Zeichen gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen zu setzen.

Der Iron Beam gen Himmel gerichtet.
„Unsere Laserwaffe dient der Verteidigung“
Rafael-Vize Toaff versteht das nicht. Er sagt: „Die Laserwaffe wird vor allem das Verteidigungssystem Iron Dome unterstützen. Der große Vorteil unseres Systems ist: Jeder Schuss kostet kaum mehr als ein paar Cent. Und der Nachschub an Munition ist praktisch unbegrenzt – sie braucht nur Strom.“ Zudem schießt die Laserkanone mit Lichtgeschwindigkeit und damit schneller als jedes herkömmliche Geschoss. Mit dem ultraschnellen neuen System können Mörsergeschosse und Kurzstreckenraketen („Kassam“) zielsicher abgewehrt werden.
Der Hauptvorteil des neuen Abwehrsystems: Niedrigere Kosten pro Schuss (im Vergleich zu konventionellen Abfangraketen), eine unbegrenzte Anzahl von Abschüssen, geringere Betriebskosten und weniger Personal. Es fallen zudem keine Abfangjäger-Trümmer herunter. Und wie viel Strom braucht die neue Laserkanone? Rafael-Vize Shlomo Toaff: „100 Kilowatt genügen. Das entspricht einem mittelgroßen Generator.“
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