Israel akzeptiert Feuerpause und Geisel-Deal +++ Namen der Geiseln wurden verlesen
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Israel hat einer Feuerpause und einem Geisel-Deal mit der Terror-Organisation Hamas zugestimmt.
In einer dramatischen Wende im Nahost-Konflikt akzeptierte die israelische Regierung eine mehrtägige Feuerpause, um die Freilassung israelischer Geiseln zu erreichen, die von Hamas-Terroristen und anderen Gruppen entführt wurden. Diese Entscheidung wurde in der Nacht auf Mittwoch vom israelischen Kabinett gebilligt und folgt auf die Entführung am 7. Oktober von rund 240 Personen aus Israel in den Gazastreifen, darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen.
Im israelischen Fernsehen wurden die Namen von den als erstes zur Freilassung festgelegten Geiseln vorgelesen:
Die Hamas hat der Freilassung der Geiseln zugestimmt, unter der Bedingung, dass im Gegenzug 150 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden. Laut dem israelischen Regierungssprecher sollen mindestens 50 Frauen und Kinder, die zuvor im Gazastreifen entführt worden waren, im Gegenzug für eine viertägige Feuerpause freigelassen werden. Der Deal umfasst die Freilassung von 30 Kindern, acht Müttern und zwölf älteren Frauen.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kommentierte das Vorhaben auf X: „Die angekündigte Freilassung einer ersten größeren Gruppe von Geiseln ist ein Durchbruch – auch wenn nichts auf der Welt ihr Leid ungeschehen machen kann. Die humanitäre Pause muss genutzt werden, um lebensnotwendige Hilfe zu den Menschen in Gaza zu bringen.“

Die Vereinbarung beinhaltet auch die Lieferung weiterer Hilfsgüter in den Gazastreifen, einschließlich Treibstoff. Das Rote Kreuz soll Zugang zu den verbleibenden Geiseln erhalten. Angehörige von Terroropfern haben die Möglichkeit, innerhalb von 24 Stunden beim Obersten Gericht gegen die Freilassung von palästinensischen Häftlingen Widerspruch einzulegen.
Über Ägypten soll es zurück nach Israel gehen
Die Freilassung der 50 Geiseln soll schrittweise beginnend am Donnerstag erfolgen. Dabei sollen täglich zwischen zehn und 13 Geiseln während der Kampfpausen freigelassen werden. Israelische Krankenhäuser bereiten sich auf die Ankunft der Entführten vor, die über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten gebracht und von dort aus mit Hubschraubern nach Israel transportiert werden sollen.

Die israelische Regierung betonte, dass der Krieg fortgesetzt wird, bis alle Ziele erreicht sind, auch nach Umsetzung des Abkommens. Die Hamas und andere Gruppierungen hatten zuvor im Süden Israels Massaker verübt, bei denen rund 1.200 Menschen getötet wurden. Dies führte zu massiven israelischen Luftangriffen und Bodenoperationen im Gazastreifen, die mehr als 13.000 Menschen das Leben kosteten und 1,7 Millionen zur Flucht zwangen. Es wächst Kritik aus der internationalen Gemeinschaft am israelischen Vorgehen, während Israel der Hamas vorwirft, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.
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