Israel-Experte warnt: Das wahre Ziel ist nicht Frieden, sondern der globale Dschihad
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Er ist einer der renommiertesten Islamismuskenner Israels: Nun warnt der Investigativjournalist Zvi Yehezkeli vor den Konsequenzen des Terror-Angriffs der Hamas am 7. Oktober.
Yehezkeli beschreibt, dass die westliche Gesellschaft, einschließlich Israels, oft durch eine verzerrte Wahrnehmung geblendet wird und fälschlicherweise glaubt, dass die Hamas einem Friedensprozess mit Israel zustreben könnte. Er warnt eindringlich davor, das wahre Ziel islamistischer Vereinigungen nicht weiter zu verkennen und mit westlicher Naivität zu betrachten.

Pro-palästinensische Demonstranten versammeln sich am 3. November 2023 in Essen. Sie schrien „Allahu Akbar“ und zogen durch die Stadt.
Der Bruder der Wahrheit
Zvi Yehezkeli behauptet, dass die Wahrheit viel komplexer ist und dass viele im Westen die grundlegenden Realitäten des Nahen Ostens nicht verstehen, insbesondere, wenn es um die Perspektive, die Sprache und deren wahrer Bedeutung geht. Er verweist auf seine Erfahrungen mit Yassir Arafat und erklärt, dass es oft einen „Bruder der Wahrheit“ gibt – eine Version der Wahrheit, die in den westlichen Medien vermittelt wird, aber nicht der Realität entspricht.

Yasser Arafat in den 1990er Jahren.
Mitten im Kampf der Kulturen
Laut Yehezkeli sind wir eben nicht am „Ende der Geschichte“ angelangt, wie 1989 vom Politikwissenschaftler Francis Fukuyama angenommen. Fukuyama vertrat die These, dass sich nach dem Zusammenbruch der UdSSR und der von ihr abhängigen sozialistischen Staaten bald die Prinzipien des Liberalismus in Form von Demokratie und Marktwirtschaft endgültig und überall durchsetzen würden.
Yehezekli ist vom Gegenteil überzeugt, dass wir vielmehr inmitten eines „Kampf der Kulturen“ angekommen sind, wie Samuel P. Huntington in seinem gleichnamigen Buch beschreibt.

Ausschreitungen zwischen pro-palästinensischen Demonstranten und der Polizei auf dem Potsdamer Platz in Berlin am 15. Oktober diesen Jahres.
Er hat das in Europa aus erster Hand gesehen und berichtet von seinen Erfahrungen, unter anderem wie er als Scheich verkleidet mit syrischen Pässen durch Europa reiste. Er fand heraus, dass die Gespräche in den Moscheen Europas nicht nur die israelisch-palästinensische Konfliktsituation reflektieren, sondern ein globaler Dschihad sind, der weit über die nationalen Grenzen hinausgeht.
Yehezkeli warnt vor Missionierung und dem weltweiten Kalifat

Das Islamische Zentrum in Hamburg (IZH), das als Außenposten des iranischen Mullah-Regimes gilt, soll laut Innenministerium verboten werden.
Yehezkeli betont, dass Organisationen wie Hamas, ISIS und die Muslimbruderschaft ein weltweites Kalifat anstreben und westliche Demokratien und deren Offenheit und Toleranz ausnutzen, um ihre Ziele zu fördern. Er warnt davor, dass der Dschihad keine militärischen Waffen benötigt, sondern Geduld und die strategische Nutzung von Dawa (islamische Missionierung) einsetzt, um den Islam weltweit zu verbreiten.
Der Journalist weist auf die Naivität des Westens hin, der annimmt, dass Kriege der Vergangenheit angehören, und betont, dass die Bedrohung real und stets gegenwärtig ist.

Muslimische Schüler lernen in der Koranschule der Yavuz Sultan Selim Moschee in Mannheim.
Als konkretes Beispiel nennt er Geldflüsse aus westlichen Ländern, die für vermeintlich humanitäre Zwecke gespendet, aber letztlich für terroristische Aktivitäten verwendet werden.
Zum Schluss seiner Ausführungen betont Yehezkeli die Wichtigkeit der Stärke und Wachsamkeit im Umgang mit Organisationen wie Hamas. Er bekräftigt, dass keine einfachen Lösungen existieren, sondern dass die westlichen Länder ihre Augen öffnen und stark bleiben müssen, um ihre Demokratien zu verteidigen.

Zvi Yehezkeli
Yehezkeli, geboren 1970 in Israel, hat drei Jahrzehnte lang die palästinensischen und globalen arabisch-muslimischen Gesellschaften gecovert. Als jemand, der sowohl im Militär als auch in den Sicherheitsdiensten gedient hat, hat er während der ersten und zweiten Intifada gearbeitet, hochrangige Interviews geführt, war verdeckt in islamistischen Organisationen wie der Muslimbruderschaft, ISIS und insbesondere der Hamas tätig. Durch seine Arbeit hat er einzigartige Einblicke gewonnen, die er in Dokumentarfilmen festgehalten hat und in seinen Vorträgen teilt.
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