Israel-Premier Netanjahu: Tod von Mullah-Führer Chamenei „sehr wahrscheinlich“
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Laut Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gibt es zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass Irans oberster religiöser Führer, Ayatollah Ali Chamenei, möglicherweise nicht mehr am Leben sei. In einer TV-Ansprache erklärte er: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tyrann nicht mehr existiert.“ Laut israelischen Medienberichten soll US-Präsident Donald Trump ein Bild von Chameneis Körper gesehen haben, später bestätigte Trump den Tod des iranischen Autokraten.
Der israelische Premier rief in einer Presseansprache die Iraner auf, die Reste des Regimes zu stürzen. „Flutet die Straßen und beendet den Job“, so Netanjahu.
Man habe, so Netanjahu auf der Pressekonferenz, Khameneis Wohnsitz zerstört. Israels Premier weiter: „Seit dreieinhalb Jahrzehnten hat dieser grausame Tyrann Terror in die Welt geschickt, sein Volk ins Elend gestürzt und unablässig an dem Plan zur Vernichtung Israels gearbeitet.“
Am Morgen habe man außerdem ranghohe Vertreter des Ajatollah-Regimes ausgeschaltet, Kommandeure der Revolutionsgarden, führende Köpfe des Atomprogramms, und man werde fortfahren: „In den kommenden Tagen werden wir Tausende Ziele des Terrorregimes treffen.“
Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten.
Berichten zufolge sollen bei den von den USA unterstützten israelischen Angriffen zahlreiche Bomben auf den Komplex abgeworfen worden sein.
Der Journalist Amit Segal, der als Netanjahu nahestehend gilt, sagte am Samstagabend im israelischen Fernsehsender Channel 12, rund 30 Bomben seien auf das Gelände gefallen. Khamenei habe sich demnach unterirdisch aufgehalten, vermutlich jedoch nicht in seinem eigenen Schutzbunker. Konkrete Quellen für diese Angaben nannte Segal nicht.
Der Nachrichtensender Channel 12 berichtet außerdem, dass Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ein Bild des Leichnams des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei gezeigt worden sei, nachdem dieser von iranischen Behörden aus seinem Anwesen in Teheran geborgen worden war.

Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei soll getötet worden sein.
Iran dementiert Tod von Chamenei
Währenddessen geben iranische Staatsmedien und regierungsnahe Stellen ein völlig anderes Bild wieder. Irans Außenminister Abbas Araqchi betonte, sämtliche hochrangigen Vertreter des Landes hätten die Angriffe Israels und der USA unversehrt überstanden. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldete, Ayatollah Ali Khamenei sei weiterhin am Leben und leite aus einem militärischen Lagezentrum heraus die Operationen der iranischen Streitkräfte. Konkrete Belege für diese Behauptungen wurden jedoch nicht vorgelegt.
Seit Beginn der gemeinsamen US-israelischen Angriffe auf Iran ist der oberste geistliche Führer in der Öffentlichkeit nicht aufgetreten, was seine tatsächliche Situation weiterhin unklar lässt.
Khamenei soll detaillierte Nachfolgepläne sowie Notfall-Befehlsketten ausgearbeitet haben
Ali Larijani, ein enger Vertrauter von Irans Oberstem Führer Ali Chamenei, erklärte auf seinem X-Account: „Wir werden die zionistischen Verbrecher und die schamlosen Amerikaner ihre Taten bereuen lassen. Die mutigen Soldaten und die große Nation Iran werden den höllischen internationalen Unterdrückern eine unvergessliche Lektion erteilen“, schrieb Larijani.
Berichten der Times of Israel zufolge soll Khamenei detaillierte Nachfolgepläne sowie Notfall-Befehlsketten ausgearbeitet haben, für den Fall, dass er selbst oder andere führende Vertreter bei möglichen US- oder israelischen Angriffen getötet würden. Demnach habe er den langjährigen Vertrauten Larijani mit der Bewältigung einer solchen Krise betraut.
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