Israel weiter im Kampf gegen Hamas-Terroristen – Mehr als 1000 Tote
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Auch zwei Tage nach dem beispiellos brutalen Angriff der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel gehen die Kämpfe weiter. Die israelische Luftwaffe bombardierte weitere Ziele der Hamas im Gazastreifen, wie Israels Verteidigungskräfte (IDF) am frühen Montagmorgen in ihrem Kanal im Nachrichtendienst Telegram mitteilten.

Die israelischen Streitkräfte IDF sind mit Panzern an der libanesischen Grenze präsent.
USA verlegen Flugzeugträger ins Mittelmeer
Die USA verlegen als Reaktion auf den Konflikt den Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ und weitere Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer. Außerdem seien Vorbereitungen getroffen worden, um Luftwaffengeschwader der Air Force mit ihren Kampfjets in die Region zu verlegen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Israels Streitkräften werde zusätzliche Ausrüstung und Munition zur Verfügung gestellt, erklärte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin.
Israel habe im Süden rund 100.000 Reservisten zusammengezogen, erklärte ein Sprecher der IDF in der Nacht zum Montag. Die Aufgabe sei, dass die Hamas am Ende des Krieges militärisch nicht mehr in der Lage sein werde, Israelis zu bedrohen. Zugleich werde man dafür sorgen, dass die Hamas den Gazastreifen nicht mehr regieren könne.

Israelische Soldaten in der nördlichen Stadt Metula.
Man habe unter anderem ein Gebäude angegriffen, in dem Angehörige der Hamas untergebracht waren, teilten die IDF mit. Zugleich seien mehrere Kommandozentralen der Hamas attackiert worden, darunter eine von Mahmad Kaschta, einem hochrangigen Mitglied der Marine. Zudem sei eine operative Einrichtung der Hamas ins Visier genommen worden, die sich in einer Moschee in der Stadt Dschabalia befunden habe, hieß es.
Morde und Entführungen gehen weiter
Die Hamas hatte am Samstagmorgen von Gaza aus überraschend Raketenangriffe gegen Israel begonnen. Gleichzeitig drangen schwer bewaffnete palästinensische Terroristen über Land, See und Luft nach Israel vor und ermordeten wahllos Menschen in mehreren Orten in Grenznähe, entführten Frauen, Kinder, Senioren, ganze Familien. Die Hamas benutze Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“, erklärten Israels Verteidigungskräfte am Montagmorgen in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter). Zudem verstecke sie im Gazastreifen „terroristische Infrastruktur in zivilen Gebieten“, „schändet und verstümmelt“ Leichen, töte „absichtlich Zivilisten“, verschleppe Zivilisten und halte sie als Geiseln, hieß es in einer mit Fotos versehenen Auflistung von „Kriegsverbrechen der Hamas“.
USA erwarten geschlossene Verurteilung der Hamas vom Weltsicherheitsrat
Der UN-Sicherheitsrat tagte am Sonntag (Ortszeit) zu dem Konflikt, traf hinter verschlossenen Türen jedoch keine Beschlüsse, wie der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf Ratsmitglieder berichtete. „Ich möchte nicht näher darauf eingehen, was in dem Briefing wirklich besprochen wurde, aber es gibt eine ganze Reihe von Ländern, die die Angriffe der Hamas verurteilt haben“, wurde der Vize-Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen, Robert Wood, zitiert. Offensichtlich hätten aber nicht alle Länder die Angriffe der Hamas verurteilt. Die USA hatten vor der Sitzung deutlich gemacht, dass sie eine Verurteilung der Hamas von allen Ratsmitgliedern erwarteten.

Ein IDF-Soldat hält die Stellung in Metula.
Ein israelischer Militärsprecher bezifferte die Zahl der nach Israel eingedrungenen bewaffneten Palästinenser in der Nacht zum Montag auf etwa 1000. Sie waren am jüdischen Feiertag Simchat Tora (Freude der Tora) in Orte eingedrungen und gingen auf der Suche nach Opfern von Haus zu Haus. Auf einem Festival-Gelände in der Negev-Wüste fanden Einsatzkräfte mindestens 260 Leichen, wie die Nachrichten-Website Ynet unter Berufung auf den Rettungsdienst Zaka am Sonntagabend berichtete. Die Palästinenser töteten nicht nur Hunderte Israelis, sondern verschleppten nach israelischen Angaben auch mehr als 100 Menschen, darunter Frauen, Kinder und Alte, in den Gazastreifen.
Bislang 413 Tote bei Gegenangriffen
Ungefähr 700 israelische Zivilisten und Soldaten seien getötet worden, mehr als 2100 weitere Menschen erlitten Verletzungen, teilte der Militärsprecher mit. Viele befänden sich in einem kritischen Zustand, weswegen die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Bei den Gegenangriffen des israelischen Militärs kamen im Gazastreifen mindestens 413 Menschen ums Leben, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Sonntagabend mitteilte. Die islamistischen Hamas-Terroristen feuerten unterdessen am Sonntagabend weitere Raketen Richtung Israel ab. Im Großraum Tel Aviv und anderen Städten des Landes gab es Raketenalarm.
Die Kämpfe im Süden Israels dauerten unterdessen weiter an, erklärte der Sprecher der israelischen Streitkräfte. „Unsere Soldaten kämpfen und jagen weiter die letzten Terroristen, die sich noch innerhalb von Israels Territorium befinden“. Bei Israels Vergeltungsangriffen im Gazastreifen wurde nach Angaben der UN auch eine Schule des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) getroffen und schwer beschädigt. Darin hätten sich mehr als 225 Menschen vor Angriffen in Sicherheit gebracht, teilte das Hilfswerk am Sonntag mit. Es seien aber keine Opfer gemeldet worden, hieß es.
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