Anschlag auf israelische Botschaft in Washington: Getöteter Mitarbeiter war Deutscher – Mörder rief „Free Palestine“
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Yaron Lischinsky, einer der beiden erschossenen Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington, hatte die deutsche Staatsbürgerschaft. Er soll zum Teil in Bayern aufgewachsen sein.
„Das männliche Opfer hatte einen deutschen Pass“, hieß es aus Berliner Diplomatenkreisen. Zuvor hatten Tagesspiegel und Spiegel berichtet. Lischinsky und seine Freundin Sarah Milgrim, die ebenfalls in der Botschaft arbeitete, wurden in der Nähe des Jüdischen Museums der US-Hauptstadt erschossen.
Als mutmaßlicher Täter wurde ein 30 Jahre alter Mann aus Chicago gefasst. Bei seiner Festnahme rief er mehrmals „Free Palestine“:
Wie der Spiegel berichtet, liegen Lischinskys Wurzeln offenbar in Franken. Er gab auf seinem LinkedIn-Profil an, er sei „stolz, sowohl Jerusalem als auch Nürnberg meine Heimat nennen zu können.“ Im Alter von 16 Jahren soll er eigenen Angaben zufolge nach Israel ausgewandert sein.
Die Bundespolizei FBI untersucht den Fall als ein mögliches Hassverbrechen. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Außenminister Marco Rubio schrieben in sozialen Medien von einem antisemitischen Hintergrund.

Die Bundespolizei FBI hat die Ermittlungen aufgenommen.
Deutsch-Israelische Gesellschaft: in Bayern aufgewachsen
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) in Berlin teilte mit, der erschossene Mann sei Gründungsmitglied des Jugendforums der Schwesterorganisation Israelisch-Deutsche Gesellschaft gewesen. Dieses vernetze junge Israelis und Deutsche miteinander. Er habe fließend Deutsch gesprochen.

Der Schusswaffenvorfall erfolgte vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen.
2022 habe er eine Stelle an der israelischen Botschaft in Washington übernommen. Der Präsident der DIG, Volker Beck, teilte weiter über den erschossenen Botschaftsmitarbeiter mit: „Wir erinnern an ihn als aufgeschlossenen, klugen und tief engagierten Menschen, dessen Interesse an den deutsch-israelischen Beziehungen und an Wegen zu friedlicher Koexistenz im Nahen Osten auf sein gesamtes Umfeld ausstrahlte.“
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