Ganz Italien bangt um das Schicksal des kleinen Domenico: Spenderherz erfroren
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Der Zustand des zweijährigen herzkranken Jungen, der in italienischen Medien „Domenico“ genannt wird, ist unverändert kritisch. Das Monaldi-Krankenhaus in Neapel teilte mit: „Das Kind befindet sich weiterhin auf der Intensivstation unter strenger medizinischer und instrumenteller Überwachung.“ In dieser Woche trifft sich ein Ärzteteam mit den besten Spezialisten aus ganz Italien im Krankenhaus, um die bestmögliche medizinische Versorgung des kleinen Patienten zu gewährleisten.
Giorgia Meloni telefonierte mit der Mutter
Ein ganzes Land bangt um das Schicksal des kleinen Jungen. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich eingeschaltet und mit der Mutter von Domenico (Foto oben) telefoniert.
Was war geschehen?
Domenico war mit einem schweren Herzfehler geboren worden. Er wurde von Geburt an mit einer ECMO-Maschine (Extrakorporale Membranoxygenierung) am Leben gehalten, einer Art künstlicher Lunge und Herz. Kurz vor Weihnachten wurde ein passendes Spenderherz gefunden – ein vierjähriger Junge war in Südtirol in einem Schwimmbad ertrunken. Sein Herz aber blieb intakt und sollte als Spenderherz genutzt werden.

Ein Baby liegt im Deutschen Herzzentrum der Charité.
Das neue Herz erfror bei minus 78 Grad
Dann, auf dem 800 Kilometer weiten Flug von Bozen nach Neapel, passierte ein folgenreicher, fataler Fehler: Das Herz wurde in einer falsch temperierten Kühlbox transportiert: nicht wie üblich in herkömmlichem Eis, sondern in Trockeneis. Beim Öffnen der Kühlbox entdeckten die Ärzte, dass das Herz bei minus 78 Grad buchstäblich erfroren war und nicht mehr eingesetzt werden konnte.
Die Eltern seien nach der gescheiterten Transplantation verzweifelt, heißt es. Das Kind muss jetzt auf ein neues, passendes Spenderorgan warten. Die Staatsanwaltschaften in Neapel und Bozen – wo das Herz entnommen wurde – leiteten Ermittlungen ein, wie es zu dem Fehler kommen konnte. Zudem läuft eine interne Untersuchung. Das Krankenhaus in Bozen verwies darauf, dass es nur für die Entnahme des Spenderherzens zuständig gewesen sei. Für die „adäquate Konservierung“ sei Neapel verantwortlich gewesen.
Domenico liegt seit mehr als 50 Tagen auf der Intensivstation und wird von einer Maschine am Leben erhalten. Jetzt wird dringend nach einem neuen Spenderherz gesucht, europaweit.
Ganz Italien bangt um das Schicksal des kleinen Jungen.
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