Italienische Zeitung berichtet: Ukraine bereit zum Waffenstillstand, wenn die USA Sicherheitsgarantien liefern
Ein Beitrag von
Laut der italienischen Zeitung Corriere della Sera ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit für Verhandlungen über einen Waffenstillstand entlang der Frontlinien.
Was er fordert? Eine Sicherheitsgarantie – ähnlich der, die die USA bereits Japan, Südkorea und den Philippinen gewährt haben. Die Bild berichtete zuerst.
Selenskyj ist überzeugt, dass die kommenden Monate – Oktober, November und Dezember 2024 – entscheidend für den weiteren Verlauf des Krieges sein könnten. In dieser Zeit sieht er eine „reale Chance“, durch gezielte diplomatische und militärische Aktionen eine Stabilisierung und letztlich Frieden zu erreichen. Dabei argumentiert er, dass die derzeitige Situation auf dem Schlachtfeld die Voraussetzungen für ein entschlossenes Vorgehen biete, das den Krieg möglicherweise bis 2025 beenden könnte. Ein Kriegsende wäre jedoch nicht gleichbedeutend mit einem völligen Sieg, sondern könnte vielmehr ein Waffenstillstand entlang der derzeitigen Frontlinien sein.
Die Ukraine hat in den letzten Monaten empfindliche territoriale Verluste hinnehmen müssen, insbesondere im September 2024, als Moskau 468 Quadratkilometer Gebiet zurückeroberte. Diese Rückschläge waren teuer erkauft, da die russische Armee dabei täglich bis zu 1.000 Verluste, darunter Tote und Verwundete, verzeichnete. Auch die ukrainische Seite musste schwere Verluste hinnehmen, und ihre Streitkräfte sind entlang der gesamten Donbass-Front sowohl in Personal als auch in Ausrüstung unterlegen.
Die militärische Lage wird zusätzlich durch riskante Operationen wie den Vorstoß in die russische Region Kursk verkompliziert. Während dieser Angriff unter anderem dazu diente, den westlichen Unterstützern der Ukraine militärische Dynamik zu demonstrieren, sind nun viele Elitetruppen in russischem Gebiet gefangen und können nicht auf die Frontlinie im Donbass zurückkehren.
Hoffnung auf EU-Beitritt
Von den europäischen Schwergewichten Rom, Paris und Berlin, die Selenskyj heute und morgen besucht, erhofft der ukrainische Staatsmann: Eine klare Zusage für einen schnellen EU-Beitritt. Das die Wirtschaft des kriegsgebeutelten Landes ordentlich ankurbeln.
„Im Rahmen des G7+-Treffens in New York haben wir kürzlich eine Erklärung zur Erholung der Ukraine unterzeichnet. Über 30 Länder haben sie bereits unterstützt, und ich lade alle anderen Partner ein, sich ebenfalls anzuschließen. Dies wird das Wirtschaftswachstum für uns alle ankurbeln und unsere Widerstandsfähigkeit stärken“, so Selenskyj auf X.
Blitzbesuch in London, dann Rom und der Papst im Visier
Noch bevor Selenskyj in Rom mit Italiens Premierministerin Giorgia Meloni und Papst Franziskus zusammentrifft, machte er einen Stopp in London. Dort traf er neben dem britischen Premier Keir Starmer auch den neuen Nato-Chef Mark Rutte. Ursprünglich hatte er vor, seine Pläne am Wochenende bei einem großen Gipfeltreffen westlicher Regierungschefs und Verteidigungsminister in Deutschland vorzustellen. Doch das wurde kurzfristig verschoben – Grund: US-Präsident Joe Biden musste wegen des Hurrikans „Milton“ in den USA bleiben.
Mehr NIUS: Treffen mit Scholz und Steinmeier: Statt Biden kommt Selenskyj am Freitag nach Berlin
Mehr NIUS:
Transgender-Abgeordneter in den USA zu 33 Jahren wegen sexueller Ausbeutung von Kindern verurteilt
Gipfel in der Schweiz: Iran unterbricht Verhandlungen mit den USA
Großbritannien: Krankenschwester verliert Zulassung nach Facebook-Posts über illegale Einwanderung
Mehrere Schwerverletzte bei Zusammenstoß zweier Züge in England
Trump verspottet Meloni nach G7-Treffen: Italiens Außenminister sagt USA-Reise ab
Wut über Migrationspolitik: Belfast brodelt nach versuchter Hinrichtung
Iran-Gespräche: Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz
Entgegen aller Klima-Horrorprognosen: Viel mehr Korallenriffe als bisher gedacht kommen mit höheren Temperaturen zurecht
Mehr NIUS:
Mehrere Schwerverletzte bei Zusammenstoß zweier Züge in England
Trump verspottet Meloni nach G7-Treffen: Italiens Außenminister sagt USA-Reise ab
Wut über Migrationspolitik: Belfast brodelt nach versuchter Hinrichtung
Iran-Gespräche: Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz
Entgegen aller Klima-Horrorprognosen: Viel mehr Korallenriffe als bisher gedacht kommen mit höheren Temperaturen zurecht
G7-Staaten kündigen neue Sanktionen gegen Russland an
Mit Nummer 47 und seinem Namen: Merz schenkt Trump Deutschland-Trikot
Acht Tote bei Absturz von B-52-Bomber in Kalifornien
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare