Jack Daniel’s wird wieder nüchtern: Erneut verabschiedet sich ein US-Unternehmen vom woken Wahn
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Die anti-woke Bewegung in den USA feiert einen weiteren Erfolg: Erneut erteilt ein milliardenschweres Unternehmen dem selbst verordneten „progressiven“ Programm eine Absage – um einem Boykott zuvorzukommen, sogar proaktiv.
Der Filmemacher und Aktivist Robby Starbuck, der sich vorgenommen hat, „nach und nach die Vernunft in die amerikanischen Unternehmen zurückbringen“, kann einen weiteren Erfolg feiern. Nachdem sich zuletzt John Deere und Harley-Davidson von ihren DEI-Zielen [DEI ist die Abkürzung für Diversity, Equity and Inclusion, also Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion, Anm. d. Red.] verabschiedeten (NIUS berichtete), kehrt auch beim Spirituosenhersteller Brown-Forman (u.a. Jack Daniel’s) Ernüchterung ein.
Die größte Überraschung: Die Brennerei teilte den Mitarbeitern die Kehrtwende in einer internen Mail mit – bevor Starbuck und seine Mitstreiter weit über 15 GB an Dateien, Fotos und Videos veröffentlichten. „Sie müssen einen Tipp bekommen haben, als wir die LinkedIn-Seiten der Mitarbeiter durchsuchten“, schrieb Starbuck auf der Plattform X.
„Sie haben gerade vorsorglich angekündigt, dass sie diese Änderungen vornehmen werden:
- Beendigung der Teilnahme am @HRC Corporate Equality Index Social Credit System.
- Boni/Ziele für Führungskräfte und Mitarbeiter sind an die Unternehmensleistung gebunden, nicht an den DEI.
- Beendigung der ‚quantitativen Ambitionen in Bezug auf die Vielfalt der Belegschaft und der Zulieferer‘.
- Kürzung von Schulungen.“

Robby Starbuck feiert bei X einen weiteren Etappensieg gegen die Wokeness.
Die Amerikaner wollen keine Politisierung der Arbeit
Offenbar reichte die Angst des Unternehmens vor einer Boykott-Kampagne aus, um von sich aus den Kurs zu ändern, worauf Starbuck und seine anti-woke Bewegung nun wohl auch im Fall anderer Firmen setzen werden: „Wir sind auf dem Vormarsch.“
Das Unternehmen mit Sitz in Kentucky hatte seine DEI-Ziele erstmals 2019 eingeführt. Jetzt teilten die Führungskräfte den Mitarbeitern mit: „Seitdem hat sich die Welt weiterentwickelt, unser Geschäft hat sich verändert, und die rechtliche und externe Landschaft hat sich dramatisch verändert, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Angesichts dieser neuen Dynamiken müssen wir unsere Arbeit anpassen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin die Geschäftsergebnisse vorantreibt und gleichzeitig dem aktuellen Umfeld, in dem wir uns befinden, angemessen Rechnung trägt.“

Der Bourbon-Whiskey „Jack Daniel’s“ kommt künftig ohne Gesinnungshuberei aus.
Wie Ken Mahoney, CEO von Mahoney Asset Management, kürzlich sagte, lassen Unternehmen wie Tesla, Home Depot, Wayfair und Walmart ihre DEI-Führungsziele auslaufen, seit die Verbraucher ihnen mit Boykott drohen. Laut einer Umfrage der Gallup-Bentley University gefällt es nur einer Minderheit der Amerikaner (38 Prozent), dass Unternehmen zu aktuellen Ereignissen und politischen Themen Stellung beziehen. Gegenüber der New York Post sagte der Psychologe Jonathan Alpert, Jack Daniel’s sei „eindeutig zu der Erkenntnis gelangt, dass ein übermäßiger Fokus auf andere Faktoren als Leistung den Gewinn nicht erhöht“. Mit anderen Worten: Wokes Gehabe schadet dem Geschäft.
Für linke Gruppierungen wie die Human Rights Campaign Foundation ist das kein Argument, Ideologie geht vor. „Ein überstürztes Aufgeben von Bemühungen, die ein faires, sicheres und inklusives Arbeitsumfeld für LGBTQ+ Menschen gewährleisten, aufgrund von künstlich erzeugter Empörung von MAGA-Tyrannen ist ein schlechtes Geschäft“, schäumte Eric Bloem, Vizepräsident für Programme und Unternehmensförderung.
Wann formiert sich in Deutschland offener Widerstand?
Ähnliche Reaktionen wären in Deutschland zu erwarten, wenn eine Protestbewegung gegen woke Unternehmen vorgehen würde. Noch nehmen es die Beschäftigten meist klaglos hin, in sinnlosen Diversity-Schulungen ihre wertvolle Arbeitszeit zu verschwenden, weil sich niemand dem Vorwurf aussetzen möchte, die hehren Ziele von Gleichberechtigung und Inklusion abzulehnen und bei Vorgesetzten und Kollegen fortan als „rechts“ in Verruf zu geraten.
Dabei dürfte etwa den Angestellten von Otto oder Miele die Anbiederung ihres Arbeitgebers an den links-grünen Zeitgeist bisweilen mächtig auf den Zeiger gehen. Die Frage ist: Wann bricht sich der Unmut in öffentlichem Widerstand Bahn? Was in Amerika möglich ist, sollte prinzipiell auch bei uns machbar sein. Wenn die Vernunft schon nicht aus Einsicht die Oberhand gewinnt, ließe sich dort ansetzen, wo Unternehmen grundsätzlich zu packen sind: beim Geschäft.
Wann tritt der erste deutsche Robby Starbuck vor?
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