Krieg im Nahen Osten: Bereits 2000 US-Angriffe auf Ziele im Iran +++ Börsen brechen ein +++ Evakuierungen laufen
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Der Krieg mit dem Iran weitet sich aus – weltweit sind die Folgen spürbar. Mehrere Staaten haben Evakuierungen eingeleitet, während die militärischen Angriffe weitergehen und der Luftverkehr am Persischen Golf weitgehend zum Erliegen gekommen ist.
Israel bereitet die Rückholung eigener Staatsbürger vor. Passagiere sollen über internationale Drehkreuze wie Athen, New York und Paris ausgeflogen und anschließend nach Israel gebracht werden.
Deutschland startet ebenfalls eine Rückholaktion. Nach Angaben der Bundesregierung soll ein erster Flug nach Maskat im Oman gehen. Vorrang haben Kinder, Kranke und Schwangere. Großbritannien hat ebenfalls mit Evakuierungen begonnen und bringt Staatsbürger aus dem Oman in Sicherheit.

Beirut nach einem US-Luftschlag am Dienstag
Zehntausende Reisende sitzen fest
Der Luftverkehr in der Golfregion ist inzwischen nahezu vollständig eingestellt. Zehntausende Reisende sitzen fest, während Charterflüge nach Berichten bis zu 200.000 Euro kosten.
Auch an den Finanzmärkten zeigen sich die Auswirkungen des Konflikts. In Südkorea und Japan gaben die wichtigsten Börsenindizes deutlich nach. In Seoul kam es zeitweise sogar zu einer Handelsunterbrechung.
2000 Ziele im Iran angegriffen
In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er.

Szene vor einem Hotel in der Nähe von Beirut nach einer israelischen Militäraktion
In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, 2 Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper. Weitere Einheiten seien auf dem Weg. „Diese Kräfte haben eine massive Schlagkraft und stellen das größte Militäraufgebot der USA im Nahen Osten seit einer Generation dar“, sagte der Admiral. Zuletzt hatten die USA vor mehr als zwanzig Jahren für den Irak-Krieg eine riesige Streitmacht im Nahen Osten zusammengezogen.
Zugleich feuert der Iran weiterhin Raketen ab. Eine ballistische Rakete traf den auch vom US-Militär genutzten Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Doha wurde dabei niemand verletzt.
Straße von Hormus soll durch USA gesichert werden
US-Präsident Donald Trump kündigte zudem an, den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus militärisch zu sichern. „Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Im Iran selbst hat sich unterdessen offenbar ein Machtwechsel vollzogen. Nach dem Tod des Ober-Mullahs Ali Chamenei soll laut dem oppositionellen Exilmedium Iran International dessen Sohn Modschtaba Chamenei die Führung übernehmen.
In der Nacht war außerdem das US-Konsulat Ziel eines Angriffs: Die Einrichtung geriet nach einem Drohnenangriff in Brand, hinter dem mutmaßlich der Iran steht.
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