„Justice pour Quentin”: Nach linkem Attentat gedenken in Lyon Tausende des verstorbenen Aktivisten
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Am Samstag versammelten sich über 3.200 Menschen in der Innenstadt von Lyon, um des getöteten Aktivisten Quentin Deranque zu gedenken. Bei der von rechten Gruppen organisierten Demonstration forderten die Teilnehmer „Gerechtigkeit für Quentin“ und ein konsequentes Vorgehen gegen gewaltbereite linksextreme Strukturen. Alt und Jung, Männer und Frauen, zogen gemeinsam vom Place Jean-Jaurès durch die Stadt, viele mit französischen Flaggen und Schildern mit dem Konterfei des 23-Jährigen.
Quentin Deranque war wenige Tage zuvor an den Folgen einer brutalen Prügelattacke gestorben. Als er das rechtsfeministische Collectif Némésis bei einer Protestaktion gegen einen Auftritt der LFI-Politikerin Rima Hassan begleiten wollte, wurde er gemeinsam mit zwei weiteren Personen von einer Gruppe Vermummter angegriffen, niedergeprügelt und zusammengetreten. Zwei Tage später erlag er im Krankenhaus den Folgen des Angriffs.
Schauen Sie hier das Video zur Veranstaltung:
„Antifa assassins, LFI complices“
Die Demonstration in Lyon blieb trotz aufgeheizter Stimmung friedlich. Hunderte Polizisten waren rund um die Veranstaltung im Einsatz und trennten mögliche Störer konsequent vom Marsch. Immer wieder richteten sich die Parolen gegen die radikale, politische Linke: „Antifa assassins, LFI complices“ (übersetzt: „Antifa-Mörder, LFI-Komplizen“), hallte es durch die Straßen.
Der Fall sorgt weit über Lyon hinaus für politische Spannungen. Nach der Tat wurden mehrere Männer festgenommen, darunter auch Mitarbeiter des linken LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault. Sie gehören zur im vergangenen Sommer verbotenen „Jeune Garde“ (zu Deutsch: „Junge Garde“), deren Mitbegründer Arnault ist.
Nun steigt der Druck auf die Linksradikalen: Präsident Emmanuel Macron kündigte für die kommende Woche Beratungen über ein mögliches Vorgehen gegen gewaltbereite extremistische Strukturen an – unabhängig vom politischen Lager. Ein Thema, das auch die anstehenden Kommunalwahlen in Frankreich beeinflussen könnte.
Lesen Sie dazu auch: Linker Lynchmord an 23-jährigem Quentin: Der Trauermarsch in Lyon und die Folgen für das politische Frankreich
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