Lüge über Epstein-Insel: Jetzt wackelt Trumps Zoll-Zar
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Die Epstein-Akten erreichen das Weiße Haus. Jetzt hat es Trumps Handelsminister erwischt – Zoll-Zar Howard Lutnick. Er wurde im Kongress einer faustdicken Lüge überführt.
Vor wenigen Monaten hatte Lutnick in einem Interview beteuert, den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nur ein einziges Mal getroffen zu haben. Angeblich nur einmal bei einem Nachbarschafts-Besuch in dessen Haus habe er Epstein auf einem Massage-Tisch gesehen. Sofort habe er ihn darauf angesprochen – wozu braucht er den denn in seinem Haus? Der sei für die spezielle Art von Massagen, soll Epstein darauf geantwortet haben.
Seine Erlebnisse beschrieb Lutnick im vergangenen Jahr in einem Podcast:
Angewidert habe er mit seiner Frau sofort das Haus verlassen und beschlossen: Hierhin kehren wir nie wieder zurück. Auch seine vier Kinder habe er sofort mitgenommen.
Doch dass das gar nicht stimmen kann, zeigt eine E-Mail in den Epstein-Akten. Darin schreibt Howard Lutnick an Jeffrey Epstein, dass er einen Abstecher auf seine Insel machen will. Sie könnten dann alle zusammen zu Abend essen. Er käme noch mit einem befreundeten Paar, die ebenfalls vier Kinder hätten. Besonders ungewöhnlich ist: Lutnick gibt auch noch präzise das Alter der insgesamt acht Kinder an, obwohl es ja angeblich nur um ein spontanes Dinner geht – zwei 16-Jährige, zwei 14-Jährige und jeweils eines 13, 12, 11 und 7 Jahre alt.

E-Mails belegen, dass man sich auch in der Karibik zum Austausch getroffen habe – inklusive der Kinder.
Trump-Minister war auf der Epstein-Insel
Durch die Epstein-Files kommt nun also heraus: Die Aussagen von Lutnick vor dem Kongress waren gelogen, da in den Files die Rede davon ist, dass Lutnick und Epstein sich auf seiner berüchtigten Insel Little Saint James noch einmal getroffen haben. Mit diesem Widerspruch wurde er am Dienstag im Kongress konfrontiert. Gemütliches Abendessen bei tropischen Temperaturen mit genauer Altersangabe der acht Kinder ist doch etwas anderes, als jemanden nie wiederzusehen, wie Lutnick es behauptet hatte.
Steht damit einer von Trumps vertrautesten Mitarbeitern womöglich vor dem Aus?
Lutnick gilt als der Strippenzieher und als ausführendes Organ für Trumps Zollpolitik, welche die Interessen der USA weltweit stärker in den Mittelpunkt rücken soll. Noch hat sich der US-Präsident nicht zu Lutnick geäußert. Klar ist: Die Epstein-Affäre kann das Vertrauen in Trumps Kabinett stark beschädigen.
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Felix Perrefort
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