Marokko verhindert massiven Migrantenansturm auf spanische Exklave Ceuta
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- Marokko hat erfolgreich einen Massenansturm afrikanischer Migranten auf die spanische Exklave Ceuta abgewehrt.
- Am Sonntag versammelten sich zahlreiche Menschen an der Grenze, nachdem sie Aufrufen in sozialen Netzwerken gefolgt waren.
Am Sonntag konnten die marokkanischen Sicherheitskräfte einen massiven Ansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta verhindern. Laut Medienberichten hatten mehr als 200 Migranten den Aufrufen in sozialen Netzwerken gefolgt und sich auf einem Hügel an der Grenze zur Hafenstadt Ceuta versammelt. In einem von lokalen Medien veröffentlichten Video ist zu sehen, wie sie die marokkanischen Sicherheitskräfte mit Steinen bewarfen. Die Einsatzkräfte verhinderten, dass sie sich dem Grenzzaun zu Ceuta näherten.
Die marokkanischen Behörden berichteten, dass in der vergangenen Woche bei ähnlichen Einsätzen mindestens 60 Personen festgenommen wurden. Seit Freitag setzt die Polizei im Raum Ceuta verstärkt Kräfte ein. „Die Behörden haben präventiv mehrere Kontrollpunkte an den Straßen nach Nordmarokko eingerichtet“, erklärte der Menschenrechtsaktivist Mohammed Ben Aissa. Hunderte von Migranten wurden mit Bussen abtransportiert. Bei den meisten Migranten handelt es sich um junge Marokkaner. Eine kleinere Anzahl kommt aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Ceuta hat seine Grenzen wegen der Lage zeitweise geschlossen.
Seit Beginn des Jahres: Mehr als 40.000 Migranten an illegaler Einreise verhindert
Immer wieder versuchen in Marokko ausharrende Migranten, den acht Kilometer langen Zaun zu überwinden. Ceuta und die zweite spanische Exklave Melilla sind die beiden einzigen Landgrenzen Europas auf afrikanischem Boden. In der Nähe der beiden Gebiete warten Zehntausende Afrikaner auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Marokko und Spanien haben die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der illegalen Migration verstärkt.
Laut dem marokkanischen Innenministerium wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 45.015 Menschen an der illegalen Einreise nach Europa gehindert. Diese Maßnahmen haben jedoch auch zu einem Anstieg der Migranten geführt, die versuchen, die riskantere und längere Route über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln zu nehmen.
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