So reagiert Europa auf den Eklat zwischen Trump und Selenskyj
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Nach der Eskalation im Weißen Haus verweigert Selenskyj die Entschuldigung, Trump zieht sich nach Florida zurück. Auch Staatschefs in Europa reagierten auf den Eklat.
Die Friedensgespräche zwischen der US-Administration und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind vorerst gescheitert und endeten mit einem Eklat. Vor laufenden Kameras gerieten Trump und Selenskyj in einen Streit.
Meloni warnt vor Spaltung des Westens
Wie groß die Sorge in Europa nach dem verpatzten Treffen in Washington ist, zeigt ein Vorstoß der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Sie schlug einen sofortigen Gipfel zwischen Europa und den USA vor. „Jede Spaltung des Westens macht uns alle schwächer und begünstigt die, die den Untergang unserer Zivilisation herbeiführen wollen“, mahnte Meloni.

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni.
Unklar blieb, ob nach ihren Vorstellungen das von Russland angegriffene Land an einem solchen Treffen teilnehmen soll. Die rechtskonservative Ministerpräsidentin gilt im Kreis der europäischen Regierungschefs als eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen der neuen US-Regierung.
Telefonat zwischen Scholz und Merz
Breite Unterstützung erhielt Selenskyj nach dem Eklat von deutschen Politikern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schrieb auf X: „Niemand will Frieden mehr als die Bürgerinnen und Bürger der Ukraine!“
Auch der designierte Bundeskanzler der neuen deutschen Bundesregierung, Friedrich Merz (CDU), sicherte Selenskyj eine Fortführung der Unterstützung zu: „Lieber Wolodymyr, wir stehen an der Seite von Ukraine in guten wie in schwierigen Zeiten. Wir dürfen in diesem schrecklichen Krieg niemals Angreifer und Opfer verwechseln.“
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, rief Scholz noch am Abend Merz an, um über den Vorfall zu beraten.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilte mit: „Heute ist klar geworden, dass die freie Welt einen neuen Anführer braucht. Es liegt an uns Europäern, diese Herausforderung anzunehmen.“
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte vor Medienvertretern, er denke, „es war richtig, dass wir alle vor drei Jahren der Ukraine geholfen und Russland sanktioniert haben und dies auch weiterhin tun werden“.
Auf X schrieb er: „Es gibt einen Aggressor: Russland. Es gibt ein Opfer: die Ukraine. Es war vor drei Jahren richtig, der Ukraine zu helfen und Sanktionen gegen Russland zu verhängen – und das weiterhin zu tun.“
Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán unterstütze hingegen Trumps Position, twitterte am Freitagabend: „Starke Männer schließen Frieden, schwache Männer führen Krieg. Heute hat sich Präsident Donald Trump mutig für den Frieden eingesetzt. Auch wenn es für viele schwer zu verdauen war. Danke, Herr Präsident!“
Kommentar: Friedensgespräch zu Ukraine-Krieg eskaliert: Selenskyj hat versucht, Trump öffentlich bloßzustellen
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