Nach dem Tod von drei Mädchen in England: Weitere Proteste für Mittwoch angekündigt
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Nach den grausamen Messermorden an drei Kindern im englischen Küstenort Southport erschüttern gewaltsame Ausschreitungen, Proteste und Übergriffe auf Polizisten England und Nordirland. Über 400 Menschen wurden festgenommen, einige stehen bereits vor Gericht.
Die Gewalt geht sowohl von extrem Linken und muslimischen Migranten als auch von extrem Rechten aus. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen auf Demonstrationen, teils brutalen Attacken mit Waffen und Schlägereien.
Etwa 30 weitere Proteste geplant
Am Mittwochabend werden um die 30 weitere Proteste in verschiedenen Städten erwartet. Unter anderem in Liverpool, Oxford und Birmingham. Das lässt sich aus Nachrichten in rechten Chat-Gruppen schließen. Unter der Überschrift „Wednesday Night Lads“, was so viel bedeutet wie „Jungsabend“, rufen rechte Aktivisten zur Demo auf, wie unter anderem die Daily Mail berichtet.

Screenshot aus der Chat-Gruppe
Aus Sorge, in die Ausschreitungen verwickelt zu werden, haben verschiedene Einrichtungen angekündigt, vorübergehend zu schließen. Unter anderem Cafés, Restaurants, Bars, Anwaltsbüros und Arztpraxen.

Ein Pub in London teilt auf Facebook mit, dass die Türen aufgrund der Proteste am Mittwoch geschlossen bleiben.
6000 Sicherheitskräfte mobilisiert
Etwa 6000 Sicherheitskräfte wurden für die kommenden Proteste mobilisiert. Premierminister Keir Starmer kündigte am Dienstagabend an, dass diejenigen, die in die Gewalt auf der Straße verwickelt sind, „den Rechtsstaat zu spüren bekommen“ würden. „Ich erwarte Verurteilungen vor Ende dieser Woche. Das sollte eine klare Botschaft an alle senden, die involviert sind, egal ob direkt oder online“, so Starmer in einem Videostatement.
Oppositionspolitiker Nigel Farage, Chef der Partei „Reform UK“, warnt davor, alle Protestierenden als Rechtsextreme darzustellen. „Bitte, Herr Premierminister, nutzen Sie nicht das Narrativ, dass jeder, der besorgt ist über illegale Migration, explosionsartigen Bevölkerungswachstum, über Veränderungen in unseren Gemeinden, extrem rechts ist“, so Farage auf X, ehemals Twitter. Die Proteste wurden medial immer wieder mit dem Brexit-Politiker in Verbindung gebracht, der daraufhin sein Sicherheitspersonal massiv erhöhen musste.
Farage: „Wir müssen die Massenmigration beenden“
Dabei macht Farage klar, dass er Gewalt auf beiden Seiten scharf verurteilt. Er ist überzeugt, es gibt einen Ausweg. „Wir müssen die Massenmigration jetzt beenden. Wir müssen deutlich sein. Keiner, der den Ärmelkanal in einem kleinen Boot überquert, wird jemals einen Flüchtlingsstatus bekommen.“ Das Konzept von Asyl dürfe nicht missbraucht werden. Gleichzeitig sei es an der Zeit, dass sich die Polizeichefs aus ganz Großbritannien zusammenschließen und hart durchgreifen. Farage fordert: „Seid farbenblind. Beendet die ständige Diskriminierung, beendet die Diversitäts-Agenda. Behandelt jeden in Großbritannien gleich.“
„Wenn wir all das tun, entfernen wir viele der unterschwelligen Spannungen, die in unserem Land existieren“, so der Oppositionspolitiker.
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