Nach Gruppenvergewaltigung in Paris: Australische Olympia-Athleten sollen Team-Uniform nicht öffentlich tragen
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Wenige Tage, nachdem es in Paris zu einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 25-jährigen australischen Touristin gekommen war, hat die sportliche Leiterin der australischen Delegation Stellung zum Vorfall bezogen. „Unser Mitgefühl gilt der betroffenen Frau, und wir hoffen, dass sie nach dem Trauma, das sie erlitten hat, gut versorgt und unterstützt wird“, sagte Anna Meares. Außerdem ergänzte die 40-Jährige im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spielen: „Wir ermutigen [alle Athleten], nicht die Mannschaftsuniform zu tragen, sondern nur normale Kleidung.“
Außerdem verwies die ehemalige Rennradfahrerin Meaeres darauf, dass man empfehle, „das [Olympische] Dorf nicht alleine zu verlassen“, sondern sich in Gruppen durch die französische Hauptstadt zu bewegen. Im Anschluss erklärte Meares, dass man nicht viele Informationen zum Vorfall erhalten habe, man den Athleten aber versichern könne, dass die Sicherheitspräsenz in Paris hoch sei. In der französischen Hauptstadt sollen jeden Tag 35.000 Polizisten und Gendarmen sowie 18.000 Soldaten im Dienst sein. Für die Eröffnungsfeier sind sogar 45.000 Polizisten abbestellt.
Neben dem Vorfall, bei dem die 25-jährige Australierin mutmaßlich vergewaltigt wurde, kam gestern das australische Radsportteam zu Schaden. Wie Videos in sozialen Medien zeigen, schlugen unbekannte Täter das Fenster des Beifahrersitzes des Teamvans ein. Dabei wurde nicht nur eine Geldbörse aus dem Fahrzeug gestohlen, sondern auch Ausrüstung, einschließlich des Massagetisches des Physiotherapeuten. Mithilfe von Gepäck-Tracking-Geräten konnten die Athleten einige ihrer Gegenstände aus dem Van finden.
Die Olympischen Spiele in Paris starten offiziell am morgigen 26. Juli. Bis zum 11. August treten dann über 10.000 Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 200 Nationen an. Australien stellt nach Frankreich und den USA mit 460 Athleten die drittmeisten Athleten im Turnier.
„Das passiert leider sehr vielen Bürgern Tag für Tag“
Am Montag war publik geworden, dass es am vergangenen Wochen fünf Männer „afrikanischen Phänotyps“ eine 25-jährige australische Touristin vergewaltigt haben sollen. Die Tat ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Nachdem die Geschädigte in einen Kebabladen im 18. Bezirk floh, wurde von dort aus die Polizei verständigt, die die traumatisierte und alkoholisierte Frau erst vernahm und anschließend in ein Krankenhaus entsendete.
Wie nun der australische Sender 7News exklusiv in einem TV-Beitrag berichtet, habe die junge Frau im Imbiss Zuflucht gesucht. In dem Kebabladen unweit des Moulin Rouge habe sie ihr Kleid zerrissen und falsch herum getragen. Einen der fünf schwarzen Täter habe die Frau auch wiedererkannt, doch der Mann konnten letzten Endes aus dem Imbiss flüchten. Nun ermittelt ein Dutzend Beamter, auch australische Kräfte seien abbestellt – und die australische Botschaft in Paris eingeschalten worden.
Eine banalere, aber traurige Erkenntnis kommt indes von einem Franzosen, der im TV-Beitrag zitiert wird: „Was ihr passiert ist, passiert leider sehr vielen Bürgern Tag für Tag“, so der Mann. „Das ist verrückt, denn es gibt nicht mehr die Sicherheit, die es einst gab.“
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