Nach israelischem Luftschlag: Hisbollah bestätigt Tod von Anführer Nasrallah
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Die libanesische Hisbollah hat den Tod ihres Generalsekretärs Hassan Nasrallah bestätigt. Nasrallah sei auf die „Seite seines Herrn“ gewechselt und habe sich seinen „großen und unsterblichen Märtyrern angeschlossen“, teilte die proiranische Schiitenmiliz auf Telegram mit.
Das israelische Militär hatte zuvor erklärt, den Hisbollah-Chef bei einem Angriff am Freitag in einem Vorort Beiruts getötet zu haben. Kurz nach der Bestätigung der Hisbollah war in der libanesischen Hauptstadt Beirut zu hören, wie zahlreiche Schüsse in die Luft fielen. Besonders in den vor der Hisbollah kontrollierten Vororten Beiruts waren Augenzeugen zufolge zahlreiche Schüsse zu hören.
Anhänger der Schiitenmiliz fuhren in Autos und auf Rollern mit Hisbollah-Flaggen durch die Stadt. Nasrallah stand rund 30 Jahre lang an der Spitze der Schiitenorganisation, die im Libanon auch einen großen politischen Einfluss hat. Zu einem möglichen Nachfolger Nasrallahs äußerte sich die Hisbollah zunächst nicht.
Dem US-Sender Fox News zufolge soll Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah Ziel des Angriffs gewesen sein. Bereits am Samstagmorgen hatte NIUS aus Militärkreisen die Bestätigung erhalten: Nasrallah ist tot! Das israelische Militär bestätigte den Tod auf sozialen Medien, am Samstagnachmittag folgte die Bestätigung der Terror-Miliz.

Nasrallah galt als direkter Untergebener des iranischen Mullah-Regimes.
Der Angriff ereignete sich Augenzeugen zufolge in dem dicht besiedelten Beiruter Vorort Haret Hreik, nahe dem internationalen Flughafen. Auf Videos in sozialen Medien war zu sehen und hören, wie nach mehreren Explosionen an verschiedenen Orten Rauchwolken in den Himmel stiegen. Gleichzeitig waren weitere Knallgeräusche infolge der Explosionen zu hören. Libanesische Medien berichteten von rund zehn Angriffen. Weitere Augenzeugen berichteten von massiven Schäden in dem getroffenen Gebiet. Krankenwagen seien nicht durchgekommen.
Wusste Nasrallah von dem geplanten Angriff? Denn in einer Rede sagte der Terroristen-Anführer vor wenigen Tagen: „Wenn Allah mich am Leben hält, werde ich diesen Freitag eine weitere Rede halten.“
Israels Armeesprecher warf der Hisbollah vor, die libanesische Bevölkerung als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. „Israel tut, was jeder souveräne Staat der Welt tun würde, wenn er eine Terrororganisation an seiner Grenze hätte, die seine Vernichtung anstrebt“, so Hagari weiter.

Ein israelischer Kampfjet über der Stadt Haifa
Der seit bald einem Jahr andauernde Konflikt zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz war zuletzt deutlich eskaliert. Seit Tagen greift das israelische Militär massiv im Libanon an. Dabei sind bisher über 700 Menschen getötet worden. Israel hatte zuvor die Rückkehr geflüchteter Israelis in ihre Heimatorte im Norden des Landes als weiteres Ziel im Gaza-Krieg erklärt.

Zahlreiche führende Hisbollah-Terroristen sind bereits tot.
Auch die Hisbollah schießt seit der neu entfachten intensiven Kämpfe täglich teils hunderte Raketen auf Israel. Die Hisbollah hat nach Ausbruch des Gaza-Kriegs ihre sogenannte „Solidaritätsfront“ eröffnet. Sie will ihre Waffen erst niederlegen, wenn der Krieg in Gaza beendet wird.
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