Nach Nawalnys Tod im Gefängnis: Putin befördert ranghohen Strafvollzugsbeamten
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Nach dem Tod des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny hat der russische Autokrat Wladimir Putin ranghohe Beamte des Strafvollzugs befördert.
Die Beförderung von Waleri Bojarinew zum Generaloberst des Innenministeriums und Vizechef der Gefängnisbehörde FSIN steht im Zentrum der Kontroverse. Bojarinew wird von Iwan Schdanow, dem Direktor des von Nawalny gegründeten Fonds zur Bekämpfung der Korruption, persönlich für die Folterungen Nawalnys verantwortlich gemacht. Schdanow schrieb in seinem Telegram-Kanal: „Dies sollte als Putins unverhohlene Belohnung für Folter verstanden werden. Bojarinow überwachte persönlich die Folterung von Alexej Nawalny im Gefängnis“.

Iwan Schdanow, Direktor des Fonds zur Bekämpfung der Korruption (FBK)
Im Juli des vergangenen Jahres wurde Bojarinews Anweisung öffentlich, den Zugang von Nawalny zu Lebensmitteln und täglichen Bedarfsgütern einzuschränken. Dies stellt einen weiteren Beweis für die Schikanen gegen den Oppositionspolitiker dar. Diese Restriktionen verhindern, dass Häftlinge ihre knappen Gefängnisrationen aufbessern können.
Die Ernennung von Bojarinew und die Beförderung von drei weiteren Strafvollzugsbeamten im Generalsrang wurden durch ein Präsidentendekret öffentlich gemacht. Kremlsprecher Dmitri Peskow wies jeglichen Zusammenhang zwischen Nawalnys Tod und den Beförderungen zurück und beschrieb sie als routinemäßige Vorgänge.
Nawalny starb unter mysteriösen Umständen in einem Straflager in der sibirischen Arktisregion Jamal, bekannt unter dem inoffiziellen Namen „Polarwolf“. Berichten zufolge kollabierte der durch wiederholte Einzelhaft geschwächte 47-jährige Politiker während eines Rundgangs auf dem eisigen Gefängnishof und verstarb trotz Versuchen ihn wiederzubeleben.
Der Kampf um Nawalnys Leiche
Ljudmila Nawalnaja, die Mutter des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalny, hat sich mit einer bewegenden Videobotschaft direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewendet. Sie bittet um die Herausgabe des Leichnams ihres Sohnes. Vor dem Gefängnis stehend sagt sie im Video, dass sie bereits den fünften Tag in Folge darauf wartet, ihren Sohn sehen zu können. Mit Nachdruck fordert sie von Putin persönlich, ihr diesen letzten Wunsch zu erfüllen und den Körper für eine angemessene Beerdigung freizugeben.
Die Verweigerung der Behörden, den Angehörigen Zugang zu seiner Leiche zu gewähren, trotz internationaler Proteste, sowie der Vorwurf des Mordes durch Nawalnys Team, deuten auf einen möglichen Vertuschungsversuch hin.
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