Nach Terror-Schüssen in Washington: Nationalgardistin (20) gestorben
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Eine der beiden in der US-Hauptstadt Washington angeschossenen Nationalgardisten ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump gestorben. Bei einem abendlichen Gespräch mit online zugeschalteten Angehörigen des US-Militärs sagte der Republikaner, dass die Frau ihren schweren Verletzungen erlegen sei. Der Mann kämpfe weiter um sein Leben, sagte Trump. „Er befindet sich in sehr schlechtem Zustand.“
US-Präsident Donald Trump hat den bewaffneten Angriff auf zwei Nationalgardisten in der Hauptstadt Washington als „Akt des Terrors“ bezeichnet und politische Konsequenzen angekündigt. Bei dem Täter handelt es sich den Behörden zufolge um einen Afghanen. Trump kündigte die Überprüfungen aller Ausländer aus Afghanistan an, die unter seinem Amtsvorgänger Joe Biden in die USA gekommen sind.
Videos und Bilder in den sozialen Medien sollen den Täter und die Szenerie unmittelbar nach den Schüssen zeigen:
Am Nachmittag eröffnete der Afghane das Feuer
Am Mittwochnachmittag hatte der Afghane in Washington in der Nähe des Weißen Hauses vor einer U-Bahnhaltestelle das Feuer auf zwei Nationalgardisten eröffnet und sie dabei lebensgefährlich verletzt. Eines der Opfer soll eine Kopfverletzung erlitten haben. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine Soldatin und einen Soldaten.
Täter kam mit dem Ortskräfte-Programm in die USA
Beim Täter soll es sich um den 29-jährigen Rahmanullah Lakanwal handeln, der offenbar im Rahmen des US-Programms für afghanische Ortskräfte (Special Immigrant Visa, SIV) in die Vereinigten Staaten kam. Ein Verwandter sagte dem Sender NBC News, man habe seit Monaten keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt. Lakanwal habe eine Ehefrau und fünf Söhne und habe sich nach seiner Ankunft zunächst im Bundesstaat Washington niedergelassen.
US-Präsident Trump kündigte an „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Ausländer aus allen Ländern abgeschoben werden, die nicht hierhergehören oder unserem Land keinen Nutzen bringen“, sagte der US-Präsident in einer Ansprache. Er ordnete zudem die Entsendung von rund 500 weiteren Soldaten der Nationalgarde in die Hauptstadt an.
Die Ansprache des US-Präsidenten im Video:
Auch die Bürgermeisterin der US-Hauptstadt, Muriel Bowser, spricht von einem gezielten Angriff. West Virginias Gouverneur Patrick Morrisey erklärte zwischenzeitlich, die Soldaten seien gestorben – korrigierte diese Aussage aber kurz darauf.

Hier, in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Farragut West, schoss der Täter seine Opfer nieder.
Der Vorfall schockierte die USA am Vorabend des wichtigen Feiertags Thanksgiving, des Erntedankfests. Ein Vertreter der Washingtoner Polizei erläuterte, der Schütze sei in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Farragut West um eine Ecke gekommen und habe sofort auf die beiden Nationalgardisten gefeuert. Weitere Mitglieder der Nationalgarde hätten die Schüsse gehört, eingegriffen und den Verdächtigen überwältigt, nachdem dieser zu Boden gegangen sei. Die Polizei sei wenige Augenblicke später eingetroffen.
Afghanistan „Höllenloch auf Erden“
Der US-Präsident bezeichnete den Schützen als „Tier“ und erklärte, er müsse „den höchstmöglichen Preis bezahlen“. Er bezeichnete die Tat als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und nannte Afghanistan in seiner Ansprache ein „Höllenloch auf Erden“.

Ermittler haben den Tatort weiträumig abgesperrt.
Nach Angaben von FoxNews sollen die Schüsse nahe der Farragut Metro Station gefallen sein – etwa 1600 Meter vom Amtssitz des US-Präsidenten entfernt.
Die Polizei in Washington teilte auf der Plattform X mit, es habe in der Innenstadt Schüsse gegeben. Man solle den Bereich meiden; weitere Informationen würden folgen.

Der Secret Service sichert den Tatort.
Zahlreiche Soldaten seit dem Sommer in der Hauptstadt
Seit dem Sommer sind mehr als 2.000 Nationalgardisten in Washington unterwegs. Trump hatte sie im August wegen ausufernder Kriminalität in die Hauptstadt beordert.

Mitglieder der Nationalgarde patrouillieren in der Hauptstadt, um die Kriminalität zu minimieren.
Die Nationalgarden sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Für Washington bestehen Sonderregeln.
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